Punktloses Wochenende für beide Oberliga-Teams

Am Wochenende gab es für beide Oberliga-Teams leider nichts zu holen. Zu deutlich waren die jeweiligen Gegner überlegen.

Keine Chance gegen den neuen Spitzenreiter

Das es nicht leicht werden würde wussten die Germersheimer Oberliga-Volleyballerinnen schon im Vorfeld. Letztendlich mussten sie die Überlegenheit der Gastgeber vom DJK Andernach bei der 0:3-Niederlage (17:25, 13:25, 23:25) neidlos anerkennen.

Zwei Sätze lang ähnelte das Spiel der Germersheimerinnen der Leistung der Oberliga-Herren vom Vorabend im Saarland. Instabil in Annahme und Abwehr und mit unerklärlich vielen einfachen Fehlern machte man es den Gegnern zu leicht. Ohne die Möglichkeit eines geordneten Spielaufbaus war der Angriffsdruck nicht ausreichend vorhanden. Hinzu kamen einige Aufschlagfehler während Andernach mit sehr präzisem und druckvollem Service den Germersheimer Annahmeriegel immer wieder vor Probleme stellte. Der 3. Satz verlief am Ende unglücklich für die Gäste. Ein Satzgewinn war nach einer kleinen Aufholjagd in der Satzmitte in Sichtweite. Aber wenn der Gegner nach 2 Auftaktsiegen einen Lauf und auch das nötige Selbstbewusstsein hat, dann macht es das nicht leichter. Mit etwas mehr Fortune machten die Gastgeberinnen den Satz- und Matchgewinn perfekt.
Auch wenn die Germersheimerinnen noch punktlos sind, stimmt die Chemie im Team. Anders lässt sich das Lob von Mittelblockerin Evelyn Kuhn für ihre junge Zuspielerin Luise Beutel nicht erklären:“Lulu kam heute viel zum Einsatz und hat ihre Sache sehr gut gemacht.“
Das Team muss diese positive Grundeinstellung nun einfach nur noch in Punkte umwandeln.

Der Kopf ist einfach nicht frei genug

Auch das 3. Saisonspiel war für die Germersheimer Oberliga-Volleyballer nicht von Erfolg gekrönt. Mit 0:3 (10:25, 18:25, 22:25) musste man sich bei der VSG Saarlouis geschlagen geben.

Kurzfristig musste Trainerin Karin Träber auf ihren Kapitän und Zuspieler Dominik Betsch verzichten, der sich gegen Ende der Woche eine Erkältung eingefangen hatte und zu Hause das Bett hüten musste. Trotzdem startete das Team motiviert und mit guter Stimmung im Team zur Auswärtsfahrt und zeigte diese positive Einstellung auch in den ersten Ball wechseln. Dann folgte aber ein ziemlicher Einbruch. Es zeigte sich, dass der Wille zwar absolut vorhanden ist, die Angst vor Fehlern aber im Unterbewusstsein genau zu diesen Punktverlusten führt. Viele unnötige Aufschlagfehler und eine instabile Annahme führten zum deutlichen Satzverlust. Auch im 2. Durchgang zeigte sich nach relativ ausgeglichenem Auftakt das gleiche Bild. Die Fehlerquote in Annahme und Aufschlag war phasenweise unerklärlich hoch. Auch wenn Libero Kevin Peter einige gute Abwehraktionen zeigen konnte und Dominik Kuhn mit gutem Service einige Punkte einfahren konnte, reichte es bei weitem nicht, die saarländischen Gastgeber ernsthaft zu gefährden. Zum richtigen Zeitpunkt gewannen diese immer wieder die Oberhand im Spielverlauf. Im 3. Satz zeigte man nicht nur von den Punkten her die beste Leistung, sondern konnte auch spieltechnisch besser agieren. Nicolay Peng hatte sich im Block auf die Gegner nun gut eingestellt und spielte hier seine Stärken aus. Zusätzlich setzte Simon Hoffmann die Gegner mit guten Aufschlägen unter Druck und sorgte somit auch für eine 15:11-Führung. Das der Kopf einfach nicht frei genug ist, um den Vorsprung dann auch ins Ziel zu bringen, zeigte sich im Anschluß. Die Annahmeprobleme wurden schlagartig wieder größer und Saarlouis nutzte dies gnadenlos zum Satz- und Matchgewinn aus.
Diagonalangreifer Dominik Kuhn und Kevin Peter – mit 19 und 17 Jahren gehören beide noch zu den jüngeren Spielern – zeigten sich danach zwar enttäuscht aber auch realistisch. „Teilweise fehlt uns noch etwas die Erfahrung aber das Potential für die Oberliga haben wir“ zeigte sich Kuhn verhalten optimistisch für die nächsten Spiele. Libero Peter pflichtete ihm bei und sah die Problematik vor allem im mentalen Bereich :“Wir setzen uns vielleicht zu sehr unter Druck, keinen Fehler machen zu wollen und machen möglicherweise genau deswegen zu viele leichte Fehler. Wenn wir das abstellen können und die positiven Aspekte im Spiel besser nutzen, dann werden bald weitere Punkte folgen.“