Nicht unbedingt erwartete Ergebnisse

Es waren nicht unbedingt die erwarteten Ergebnisse die die Germersheimer Volleyballer am Wochenende erzielten. Einzig die Herren 2 erreichten das erwartete Ergebnis im internen Vereinsduell. Herren 1 und Damen 1 überraschten mit ihren Ergebnissen, die man so nicht unbedingt erwarten konnte. 

Perfekter Start ins neue Jahr

„Was für ein Spiel“ – so lautete das knappe Fazit von Germersheims Trainer Gerald Kessing nach dem sensationellen 3:0-Erfolg (27:25, 25:20, 25:22) seines Oberliga-Teams gegen den Favoriten VC Lahnstein. Ausschlaggebend war an diesem Abend die Nervenstärke der Gastgeber in einem engen Match. 

Nach dem überraschenden Sieg zum Saisonauftakt wollten die Germersheimer auch zu Hause gegen den Regionalligaabsteiger ihr Können unter Beweis stellen. Entsprechend hoch war die Motivation. Nach ausgeglichenem Beginn musste Trainer Kessing beim 10:13 die erste Auszeit nehmen. Diese zeigte Wirkung bis zum 15:15-Ausgleich, um danach aber wieder den roten Faden reißen zu lassen. Beim 19:18 gab es noch eine zweite Auszeit die bis zum 20:24 wirkungslos verpuffte. Doch dann schlug die Nervenstärke der Gastgeber eiskalt zu. Vier Satzbälle wurden in Folge abgewehrt. Beim 24:25 hatte Lahnstein mit dem 5. Satzball erneut die Chance, den 1. Satz einzufahren. Doch ein Block von Christoph Wanner und Tobias Grehl, ein erfolgreicher Rückraumangriff und ein Aufschlagpunkt von Dominik Kuhn drehten das Blatt und den Satz zu Gunsten der Germersheimer. Mit dieser Führung im Rücken ging das Team deutlich beflügelt in Satz 2. Hier schien die Entscheidung schnell gefallen zu sein. Bis zum 16:10 dominierten die Hausherren nach Belieben. Drei eigene Aufschlagfehler und gute Aktionen der Gäste ließen den Vorsprung aber nochmal schmelzen. Doch auch hier zeigte sich das Team nervenstark und bewahrte die Ruhe. Mit drei druckvollen Angriffen sorgten Dominik Kuhn und Nicolay Peng für die Entscheidung im 2. Durchgang. Mit einem sicheren Punkt in der Tasche wollte Germersheim nun den glatten Erfolg. Hochmotiviert setzte man die Gäste unter Druck und konnte sich über die Satzmitte hinaus zum 18:13 absetzen. Eine nun folgende Auszeit von Lahnstein zeigte Wirkung. Fünf Eigenfehler auf Germersheimer Seite brachten bis zum 22:22 den Ausgleich für die Gäste. Aber es sollte an diesem Abend einfach so sein, dass die Gastgeber immer wieder zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Akzente setzen konnten. Mit zwei Blocks von Nicolay Peng und Christoph Wanner und einem Angriffspunkt von Dominik Kuhn machten die Hausherren den überraschenden Erfolg perfekt. Mit den drei Punkten hat sich das Team vom ersten Abstiegsplatz auf den Relegationsplatz hochgearbeitet bevor es am kommenden Wochenende zum direkten 6-Punkte-Duell gegen den Vorletzten Bad Salzig kommt. 

 

Unerwartet ohne Chance

Für Germersheims Landesliga-Volleyballerinnen startete das neue Jahr alles andere als gut. Mit einer unerwartet klaren 0:3-Niederlage (15:25, 21:25, 15:25) kehrten sie vom Auswärtsspiel beim TV Feldkirchen zurück. Erschreckend war dabei nicht nur die Niederlage an sich, sondern auch die Deutlichkeit. 

Ersatz-Coach Michaela Sinn musste auf die beiden verletzten Spielerinnen Julia Gramke und Christin Seith verzichten, die jede für sich schon eine Art Schlüsselposition einnehmen. Dass darf man letztendlich aber nicht als Ausrede heranziehen. 

Zu Spielbeginn sah sich das Team direkt mit 0:7 im Rückstand und konnte diesen im Satzverlauf nicht mehr wett machen. Eine ziemlich instabile Annahme nahm dem Team schon von vornherein viele Angriffsmöglichkeiten. Und wenn es diese mal direkt vorne am Netz gab, dann war die Chancenverwertung zu mangelhaft im Vergleich zu bisherigen Spielen. In der Feldabwehr zeigten sich die Gastgeber auch deutlich besser und konnten vor allem lange Ballwechsel für sich entscheiden. 

Dem etwas besseren und variableren Spiel der Germersheimerinnen war es dann im 2. Satz geschuldet, dass dieser ausgeglichener verlief. Feldkirchen machte mehr Fehler, jedoch konnte man dies auf Seiten der Gäste mangels größerem Angriffsdruck zu wenig ausnutzen. So verwundert es am Ende nicht, dass sich das Team im 3. Durchgang nicht mehr aufbäumen konnte. Eine hohe Eigenfehlerquote machte dann den Deckel auf eine zu deutliche und vielleicht auch unnötige Niederlage drauf. Das Team muss und wird diesen Tag jetzt hoffentlich schnell abhaken um in 2 Wochen beim nächsten Heimspiel mental und spielerisch wieder voll auf der Höhe zu sein.

Herren 2 hat die Nase vorn 

Im vereinsinternen Duell hatte die Herren 2 die Nase gegen die Herren 3 mit 3:0 (25:17, 25:9, 25:15) vorn.  Schon von Beginn an merkte man die Routine und Erfahrung der Herren 2. Man schaffte es, vor allem durch das Training über die Pause zwischen den Jahren, die altbekannten Probleme in den Griff zu bekommen. So wurde die Fehlerquote in den Aufschlägen gesenkt und auch die Abwehr war stabil und kam präzise nach vorne zum Zuspiel. Auch in Satz 2 hatte man alles unter Kontrolle und auch die druckvollen Aufschläge von Dominik Betsch, der die Herren 3 unterstütze, brachten keine Unsicherheit in die Annahme. Im dritten Satz brach die Leistung nicht ein und man spielte ruhig und gelassen die drei Punkte ein. Abgerundet wurde das Spiel durch sehr gute Blocks der Mannschaft und starke Angriffe von Mittelblocker Yannick Peters, der heute und im kommenden Nachholspiel gegen die SG Südpfalz in der Herren 2 aushilft.

Für die Herren 3 kam es danach noch dicker. Viel hatten sich das Team gegen den Tabellenletzten ASV Landau II vorgenommen, am Ende saß die Enttäuschung nach der 1:3-Niederlage tief. Der erste Satz begann für die Germersheimer gut. Schnell konnte man sich eine Führung erarbeiten und auch bis zum Ende halten. In den Sätzen 2 und 3 geriet man schnell in einen Rückstand und konnte diesen auch nicht mehr gut machen. Zu viele Eigenfehler und Konzentrationsschwächen waren das große Manko. In Satz 4 wurden die Karten neu gemischt. Es entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Bis zum 24:24 hatte sich die Turnerschaft herangekämpft. Ein eigener Aufschlagfehler und ein direkter Punkt durch Landau besiegelten die Niederlage. Mehrere Spieler standen im Spiel gegen Landau nicht zur Verfügung, unter anderem musste ohne Libero gespielt werden. Kapitän David Kaschewski absolvierte nach seiner Verletzungspause wieder sein erstes Spiel. Ersatz-Coach Maximilian Heinrich zeigte sich angesichts der Leistung nach dem Spiel leicht enttäuscht: „Da wäre heute durchaus mehr drin gewesen gegen Landau.“ Aktuell steht das Team noch auf dem 7. Tabellenplatz. Die Luft zu den Abstiegsrängen ist aber dünner geworden. Der Fokus in den nächsten Trainingseinheiten wird nochmal auf die Grundtechniken und vor allem die Annahme gelegt. 

Weitere Ergebnisse:

Evergreens Rülzheim I – Mut zur Lücke Germersheim 3:0