Saisonfazit 2014/15

Eine lange, spannende und ereignisreiche Saison liegt hinter den Germersheimer Volleyballern. Bei einem Meistertitel, einer Vizemeisterschaft und dem Klassenerhalt für alle anderen Teams kann ein durchaus positives Fazit gezogen werden.

Damen 1 – 5. Platz Oberliga

Eine zweigeteilte Saison lieferte das Team von Trainerin Karin Träber ab. In der Hinrunde lieferte die Mannschaft ein ums andere Mal überzeugende Leistungen ab, die zwischenzeitlich sogar die Tabellenführung einbrachten. In dieser Phase war man dem Saisonziel Aufstieg ziemlich nahe und feierte mit dem Heimsieg gegen den späteren Meister Gonsenheim auch das absolute Highlight der Saison. In der Rückrunde zeigte das Team dann aber ein fast komplett anderes Gesicht. Vom Titelkandidaten rutschte man immer mehr ins Mittelfeld der Tabelle ab, da die Leistungskurve sich nach unten entwickelte. Gegen Teams, die man in der Hinrunde noch überzeugend geschlagen hatte, gab es nun Niederlagen, die zum Teil fast nicht zu erklären waren. Vielleicht lag es auch daran, dass Mittelblockerin Julia Schneider in der zweiten Saisonhälfte studiumsbedingt nicht immer ins Geschehen eingreifen konnte. Sie hatte vor allem in der Hinrunde äußerst positiv überzeugt und war Leistungsträger innerhalb der Mannschaft. Als Alternative auf dieser Position war eigentlich Alina Reinartz eingeplant, die in der letztjährigen Sommerpause doch noch ihre Zusage gab, dann aber im Saisonverlauf immer öfter im Training und an Spieltagen fehlte. Sicherlich hatte Trainerin Träber diesbezüglich andere Erwartungen.

Damen 2 – Meister Bezirksliga Pfalz

Eine sensationelle Saison lieferte das junge Team – die Spielerinnen sind zwischen 16 und 20 Jahren alt – mit der 2. Meisterschaft in Folge ab. Vor der Saison war der Klassenerhalt als Aufsteiger das Ziel. Das man den direkten Durchmarsch in die Verbandsliga schaffen würde, hätte keiner erwartet. Dies spiegelt die hervorragende Arbeit von Trainerin Melanie Vake wieder. Sie selbst ist sehr stolz auf die Leistung ihrer Spielerinnen. Wenn man bedenkt, dass sich der Kader vor bzw. im Laufe der Saison beruflich und schulisch bedingt um 5 Spielerinnen reduziert hat, ist der Titel um so höher zu bewerten. Für die neue Saison muss man da sicherlich Aufbauarbeit leisten und auch weiterhin Talente der Damen 3 einbinden. Trainerin Vake hatte in der Hinrunde erstmals den Gedanken, dass man ganz oben angreifen könnte, damals aber noch nicht daran geglaubt. Das Team hat im Saisonverlauf eine unglaublich gute mentale Stärke auch in kritischen Situationen bewiesen. Das ausgeglichene Leistungsniveau innerhalb des Teams ist eine große Stärke, denn jeder spielt eine wichtige Rolle. Wenn es bei dieser sensationellen Saison überhaupt ein Highlight geben kann, dann sicherlich der letzte Spieltag, an dem das Team den Titel in heimischer Halle perfekt machte. Trainerin Vake war hier besonders auf den absoluten Siegeswillen ihres Teams stolz. Die Entwicklung spiegelt sich auch in der Teilnahme der U20 weiblich an der Südwestdeutschen Meisterschaft Ende April in Wiesbaden wieder, die zum Großteil aus Spielerinnen der Damen 2 besteht.

Damen 3 – 5. Platz Bezirksklasse Süd

Die gute Entwicklung bei den Talenten im Damenbereich unterstreicht der 5. Platz der Damen 3 als Aufsteiger. Das Saisonziel Klassenerhalt war relativ schnell erreicht, so dass sich das Team von Trainer Arthur Eisen auf die Verbesserung von Technik und Taktik konzentrieren konnte. Insbesondere die Beteiligung und der Spaß im Training und die Motivation an den Spieltagen stellen Team und Trainer sehr zufrieden. Ein kleiner Wehrmutstropfen sind 2-3 unnötige Niederlagen gegen ähnlich gute Teams. Ein besonderes Lob verteilte Trainer Eisen an die Spielerinnen Edita Kuqi, Arlinda Dakaj und Nadine Höppchen, die konstant gute Leistungen abgeliefert haben. Kämpferisch gibt er sich für die kommende Saison. Wenn das Team weiterhin mit so viel Eifer trainiert und zusammenbleibt, will man oben angreifen.

Herren 1 – Vizemeister Landesliga

Die Herren 1 haben das Saisonziel Aufstieg nicht direkt erreicht, haben aber am 02.05. (Hinspiel) und 10.05. (Rückspiel in Germersheim um 16 Uhr in der Berufsschule) noch die Chance, durch den Relegationssieg in die Oberliga aufzusteigen. Trainer Hellmann sah die größere Konstanz beim Meister Bad Salzig als Hauptgrund für die verpasste Meisterschaft der Germersheimer. Vier Niederlagen – zwei davon absolut vermeidbar – auf Germersheimer Seite sind einfach zu viel, um verdient Meister zu werden. Den Titel für die Rheinländer erkennt er großzügig an, da er verdient ist. Den größten Entwicklungssprung im Team attestiert der Trainer Außenangreifer Nicolay Peng. Die ehrgeizige Trainingsbereitschaft zahlt sich nun bei ihm aus, so dass er auch in der Annahme deutlich mehr Verantwortung übernahm und durchaus konstante Leistungen ablieferte. So konnte auch Hauptangreifer Dominik Kuhn im Angriff entlastet werden. Zuspieler Florian Meyerer und Libero John Weickert haben – fast schon in gewohnter Art und Weise – dem Team durch ihre Erfahrung emotionale Stabilität gegeben und insbesondere den jüngeren Spielern Sicherheit vermittelt und durch Einsatzbereitschaft als Vorbild fungiert haben. Konsequenterweise hat Meyerer dann auch das Kapitänsamt von Dominik Betsch übernommen, der dadurch entlastet wurde. Als Abteilungsleiter der Volleyballer und Trainer der Herren 3 hat er weitere Verpflichtungen und konnte sich so bei den Herren 1 nur auf das Spiel konzentrieren. Ebenfalls positiv fiel Arthur Eisen auf, der nach einem Jahr bei den Herren 2 durch viel Fleiß und Ehrgeiz zu überzeugen wusste und sich im Saisonverlauf so einen Stammplatz erspielen konnte. Christoph Wanner konnte als Mitteblocker eine ordentliche Saison spielen. Auch wenn es nicht seine gewohnte Position ist und er manchem Gegenspieler physisch unterlegen ist, zeigte er viele gute Spiele. Besonders seine Schnelligkeit bringt ihm immer wieder Vorteile. Für Trainer Hellmann ist er der spielstärkste und kompletteste Mittelblocker der Liga gewesen, der auch im Training vorbildich arbeitet.

Herren 2 – 7. Platz Bezirksliga Pfalz

Als Aufsteiger hatte man das Ziel, den Klassenerhalt zu schaffen. Auch wenn es nur zum vorletzten Platz reichte, war schnell klar, dass dies der sichere Hafen für diese Liga sein würde. Trainer Daniel Kebernik lobte die hohe Trainingsbeteiligung im Saisonverlauf und die immer besser werdende Stimmung im Team. So wurde auch außerhalb der Sporthallen bei Grillfeiern und Saunabesuchen gemeinsam viel unternommen. Positive Überraschung war Vitali Schneider, der nach über einjähriger Pause wegen einer Knieverletzung viel Verantwortung übernahm und sehr gute Leistungen ablieferte. Da wiegt es auch weniger schwer, dass 4 Spieler des letztjährigen Meisterteams auch privaten Gründen die Mannschaft verlassen haben. Als Höhepunkt der Saison sieht Trainer Kebernik die beiden Spiele gegen den ungeschlagenen Meister Schaidt, in denen man nur knapp unterlag und zeigen konnte, welches Potential im Team steckt.

Herren 3 – 5. Platz Bezirksklasse Süd

In ihre erste aktive Saison führte Trainer Dominik Betsch die jungen Talente, nachdem er das Amt von Tobias Braun übernommen hatte, der beruflich ins Ausland wechselte. Insofern mussten sich beide Seiten auch erstmal im Training aneinander gewöhnen. Mit Ralph Kochendörfer und Dominik Schelter gesellten sich zwei erfahrene Spieler der „alten“ Herren 2 zu den Jungs, was sich im Saisonverlauf bezahlt machte. Der Auftaktsieg brachte viel Selbstvertrauen, man musste aber schnell feststellen, dass die Liga stark besetzt war und es ab und zu noch an der nötigen Erfahrung fehlte. Technisch gesehen haben die Spieler einen großen Sprung gemacht und sich auch spieltaktisch verbessert. Die Technik wird aber auch in der kommenden Saison noch weiter ausgebaut werden müssen. Die begonnene Spezialisierung der Jungs auf bestimmte Spielpositionen soll dabei sukzessive fortgesetzt werden. Highlight war das Heimspiel gegen den späteren Meister SG Südpfalz, in dem man dem Gegner alles abverlangte und das große Potential andeutete. Dem gegenüber steht das letzte Spiel in Hainfeld, das Trainer Betsch am liebsten aus dem Gedächtnis streichen würde. Die Einbindung der Talente bei den höherklassigen Teams wird weiterhin vorangetrieben, um den Grundstock, der jetzt gebildet wurde, künftig weiter auszubauen. Auf die erste Saison ist Trainer Betsch mehr als stolz.

Mixed SG Germersheim/Bellheim – 6. Platz Bezirksklasse Süd

Nicht ganz so gut wie in der letzten Saison schnitt das Mixed-Team ab. Personalprobleme machten schon zu Saisonbeginn schnell klar, dass der Klassenerhalt das oberste Ziel sein muss. Der reduzierte Kader brachte aber auch Vorteile, denn es kam wieder mehr Ruhe ins Team und der Spaß trat mehr und mehr in den Vordergrund. So konnten auch in der Hinrunde mit Marie Borgwardt und Nicole Pfadt zwei ehemalig aktive Volleyballerinnen nach mehrjähriger Pause wieder für unseren Sport begeistert werden. Beide waren nicht nur sportlich, sondern auch menschlich eine Bereicherung für die Mannschaft. Als Highlight sieht Trainer Marco Klein den Rückrundensieg gegen Haßloch an. Trainer Klein konnte hierbei nach mehrmonatiger Verletzungspause selbst wieder mitwirken. Das die Mixed-Volleyballer nicht nur den reinen Leistungsgedanken verfolgen, sondern auch das verbindende Element im Sport sehen, zeigt sich darin, dass sich mittlerweile im Team sogar ein Paar gefunden hat. Im Sommer will das Team nun den Spaß auch dem Beachfeld nutzen, um wieder Kraft für die kommende Saison zu tanken.