Tie-Break-Samstag der Oberliga-Teams endet remis – Damen siegen, Herren verlieren

Mit einem 3:2-Sieg für die Damen 1 und einer 2:3-Niederlage für die Herren 1 endete das Wochenende für die Volleyballer.

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen -Tie-Break-Spezialistinnen siegen erneut

Dank eines erneuten 3:2-Erfolgs (17:25, 25:20, 24:26, 25:19, 15:12) gegen den VfL Oberbieber holten die Germersheimer Oberliga-Volleyballerinnen die nächsten 2 Punkte. Erneut war die Nervenstärke und entsprechende Körpersprache mitunter ein ausschlaggebender Aspekt.
Im 2. Saisonspiel zeigte sich wiederum, dass die jungen Spielerinnen – wie von Coach Karin Träber vor Saisonbeginn gefordert – mehr Verantwortung übernehmen wollen und auch können. Das es nicht immer gleich von Anfang an klappt, zeigte der 1. Satz. Zu Beginn noch auf Augenhöhe kam das Team im Satzverlauf immer mehr unter die Räder. Vor allem in der Feldabwehr offenbarte man die größten Schwächen und konnte mit dem eigenen Angriff die Lücken im gegnerischen Defensivverbund nicht finden. Oberbieber nutzte ein ums andere Mal seine Chancen und ließ Germersheim keine Chance. Trainerin Träber hatte schnell erkannt, dass man spieltaktisch umstellen muss. Dieses Mittel zeigte Wirkung. Die Gastgeberinnen waren plötzlich druckvoller und konnten aus einer stabilen Annahme und Abwehr heraus deutlich öfter punkten. Auch die Aufschläge als stärkstes Spielelement wurden konsequent genutzt. Das junge Team zeigte in dieser Phase eine deutlich bessere Körpersprache und pushte sich selbst nach oben. Nach dem Satzausgleich verlief das Spiel weiterhin positiv. Über 5:2 und 12:3 zog man bis zum 15:8 davon. Urplötzlich waren Annahme- und Abwehrschwächen wieder vorhanden und das junge Team zeigte eine entsprechende negative Körpersprache. Oberbieber holte Punkt für Punkt auf und holte sich nach abgewehrtem Satzball die 2:1-Führung. Mit den Fans im Rücken und dank klarer Ansprache von Trainerin Träber in der Satzpause gab das Team zu Beginn des 4. Satzes gleich Vollgas und legte eine 7:2-Führung hin. Dann verletzte sich eine der besten gegnerischen Spielerinnen und konnte nicht mehr aufs Feld zurück. Für das Germersheimer Spiel war dies mitunter sicherlich ein Vorteil, auch wenn alle Spielerinnen die Verletzung beim Gegner bedauerten und gute Besserung wünschen. Nach dem klaren Satzgewinn und 2:2-Ausgleich ging es in den Tie-Break. Germersheim nutze von Beginn an die sich bietenden Chancen. Insbesondere Viktoria Swierkowski sorgte mit guten Aufschlägen für den nötigen Schwung und die 8:5-Führung beim Seitenwechsel. Auch eine kleine Aufholjagd von Oberbieber brachte die Gastgeberinnen nicht mehr aus dem Konzept. Mit der in dieser Saison neugewonnenen Nervenstärke zog das Team konsequent sein Spiel durch und holte sich den Sieg. So kann man sicherlich guten Mutes nächste Woche beim Regionalligaabsteiger FC Wierschem antreten, der zu den Topfavoriten in der Oberliga zählt.

 

Leistung gesteigert und trotzdem ganz knapp verloren

Mit einer äußerst knappen 2:3-Niederlage (33:31, 25:21, 25:27, 16:25, 14:16) kehrten die Germersheimer Oberliga-Männer vom Spiel gegen die VSG Saarlouis zurück. Trotz etwas widriger Umstände im Vorfeld zeigte das Team eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zur schwachen Leistung vor einer Woche.
Ohne die beruflich verhinderten Florian Meyerer und Dominik Adam und den verletzten Patrick Cimo und ebenso ohne Trainerin Karin Träber (coachte zeitgleich die Damen 1) musste das Team ins Saarland reisen. Da somit der Kader nahezu auf ein Mindestmaß geschrumpft war, fuhren Talente der 3. Herrenmannschaft mit. Zusätzlich wurde unter der Woche mit Mittelblocker Michael Hacker ein alter Bekannter und früherer Germersheimer Spieler aus Baden-Württemberg zurück in heimische Gefilde verpflichtet. Seine Spielberechtigung lag büchstäblich fast erst in letzter Sekunde vor. Eine Autopanne sowie Baustellen und Stau verstärkten die negativen Vorzeichen vor dem Spiel. Man hätte also fast meinen können, dass die TSG-Männer entsprechend frustriert ins Spiel gehen würden. Doch die widrigen Umstände bewirkten genau das Gegenteil. Noch kurz vor Spielbeginn sprach Abteilungsleiter Dominik Betsch, selbst auf dem Feld aktiv, noch davon, dass das Team hochmotiviert sei. Dies zeigte sich auch gleich zu Spielbeginn. Trotz eines kleinen anfänglichen Rückstands von 4 Punkten gab das Team nicht auf und holte im Satzverlauf Punkt für Punkt auf. In der Satzverlängerung ging es dann hin und her – mit dem besseren Ende auf Germersheimer Seite. Ähnlich verlief auch der 2. Durchgang. Germersheim ließ sich von kleinen Negativserien nicht aus der Ruhe bringen und blieb stets auf Höhe des Spielgeschehens. Auch dank einiger Punkte von Dominik Kuhn als Diagonalangreifer blieb man im Rennen. Gegen Satzende zog man das eigene Spiel konsequent bis zur 2:0-Führung durch. Bis zu diesem Zeitpunkt überzeugte Neuzugang Michael Hacker vor allem mit seiner bekannten Blockstärke und sorgte damit für einige Punkte. Obwohl er nur einmal im Vorfeld mit dem Team trainieren konnte, brachte er sich ohne Probleme direkt positiv ins Germersheimer Spiel ein. Danach musste er genau wie das restliche Team der hohen Spielintensität im 3. Satz gegen Ende etwas Tribut zollen. Trotz einer kleinen Führung konnte man den Sack nicht zumachen. Ein klares 3:0 wäre durchaus machbar gewesen. So aber holte sich Saarlouis den Satz und drehte dann im einzig klaren Satz des Spiels auf. Mit dem 2:2-Ausgleich ging es in den Tie-Break. Nach einem Hin und Her und einer heißen Schlussphase hatten die Gastgeber am Ende das Glück auf ihrer Seite. Auch wenn für Germersheim ein klarer Erfolg möglich gewesen wäre, so muss man am Ende froh sein über die deutliche Leistungssteigerung und den ersten Punkt in der Oberliga. Libero John Weickert sprach angesichts der Vorzeichen von einem achtbaren Ergebnis:“In der Konstellation ohne 3 wichtige Spieler und ohne unsere Trainerin zeigt das Resultat, dass wir uns nicht hängen lassen müssen und in der Hinrunde bald den ersten Sieg einfahren können und wollen.“