Ein schwieriges Wochenende

An einem Wochenende, an dem der Sport deutlich in den Hintergrund gerückt ist, fällt es nicht leicht, weder positiv noch negativ über die Volleyballergebnisse zu berichten. Jedoch werden sich die Volleyballer nicht davon beeinflussen lassen und berichten an dieser Stelle trotzdem in angemessenem Rahmen über die Ergebnisse vom 14./15.11.

 

 

Irgendwie ist der Wurm drin

Nach einem passablen Saisonauftakt geraten die Germersheimer Oberliga-Volleyballerinnen immer mehr in den Abstiegsstrudel. Vor allem die Eigenfehlerquote war bei der 0:3-Niederlage (21:25, 16:25, 16:25) beim TV Rohrbach erschreckend hoch.

Rohrbach legte gleich zu Beginn mit einer 6:1-Serie los wie die Feuerwehr. Vor allem die starken Aufschläge brachten die Germersheimer Annahme immer wieder in Bedrängnis. Dies sollte sich auch im weiteren Spielverlauf nicht wesentlich verbessern. Da half es auch im ersten Durchgang nur wenig, dass Carina Barent mit starken Aufschlägen für viele Germersheimer Punkte sorgen konnte. Die Annahmeprobleme erhöhten sich auf Germersheimer Seite in Satz 2 nochmals. Mangelnde Kommunikation untereinander brachte viele Eigenfehler mit sich und machte es Rohrbach leicht, den Weg auf die Siegerstraße einzuschlagen. Mit logischerweise wesentlich variablerem Angriffsspiel zogen die Gastgeberinnen nicht nur im 2. Satz davon, sondern dominierten auch im 3. Durchgang. Alles in allem machten es die TS-Damen ihren Gegnerinnen viel zu einfach und ermöglichten ihnen einen relativ einfachen Sieg. Bei sage und schreibe 43 Eigenfehlern auf Germersheimer Seite– egal ob technische Fehler oder Probleme in Annahme, Block- und Feldabwehr sowie im Angriff – ist so ein Ergebnis auch nicht mehr verwunderlich. Nun gilt es den Kopf frei zu kriegen, um nächste Woche im Derby gegen den SC Mutterstadt bestehen zu können.

 

Motivation und 3 Punkte verloren

Es war als „6-Punkte-Spiel“ angekündigt, doch am Ende verloren die Oberliga-Volleyballer der Turnerschaft Germersheim nicht nur das Spiel und 3 Punkte. Bei der 1:3-Niederlage beim TV Bad Salzig (23:25, 25:22, 15:25, 15:25) blieb während des Spiels auch die Motivation und Leidenschaft auf der Strecke.

Zwei Sätze lang zeichnete sich ein enges Spiel ab, in dem sich beide Mannschaften wenig schenkten. Es schien auf ein Kellerduell auf Messers Schneide hinauszulaufen. Im Nachhinein mussten die Germersheimer Spieler aber feststellen, dass bereits in dieser Phase der nötige Schwung fehlte, um danach gegen den letztjährigen Landesliga-Konkurrenten und Mitaufsteiger etwas bewegen zu können. In den darauffolgenden Sätzen 3 und 4 glich das Germersheimer Spiel nahezu einer Selbstaufgabe. Auch wenn Trainerin Karin Träber aufgrund ihrer zeitgleichen Verpflichtung bei den Oberliga-Damen nicht an der Seitenlinie coachen konnte, wäre vom spielerischen Potential her ein Sieg machbar gewesen. Vielleicht war es aber gerade deshalb nicht möglich, weil eben nun mal ein Coach fehlte, der in Auszeiten und Satzpausen den Spielern auch mal die Leviten liest, die Augen öffnet und verbal einen Tritt in den Allerwertesten verpasst. Im Saisonverlauf scheint sich dies zumindest bis zum jetzigen Zeitpunkt abzuzeichnen, dass das Team auch mal eine starke Führung von der Seitenlinie her benötigt. Am Ende hatte Bad Salzig zu leichtes Spiel und konnte mit dem ersten Saisonsieg in der Tabelle an Germersheim vorbeiziehen. Einzige Lichtblicke auf Germersheimer Seite waren Mittelblocker Michael Hacker und Außenangreifer Arthur Eisen nach seiner Einwechslung. Beide stachen aus einem nicht 100% motivierten Team heraus, dass nun den Abstiegskampf annehmen muss.

Ein Satz reicht eben nun mal nicht

Bei der 1:3-Niederlage (25:19, 17:25, 22:25, 20:25) bei der TSVgg Stadecken-Elsheim II mussten die Damen 2 ein mal mehr feststellen, dass in der Verbandsliga ein guter Satz nicht ausreicht, um ein Spiel zu gewinnen. Nach einer 0:5-Serie zu Spielbeginn schien die Motivation beim Team von Trainerin Melanie Vake geweckt. Druckvoll und engagiert kämpfte man sich zurück und konnte den Gastgeberinnen immer mehr Punkte abknöpfen. Am Ende stand ein unerwartet deutlicher Satzgewinn zu Buche. Vielleicht war es aber auch zu deutlich. Danach konnte das Team jedenfalls nicht mehr an den guten ersten Durchgang anknüpfen. Zwei Sätze lang musste man immer einem Rückstand hinterher laufen. Stadecken-Elsheim kam immer besser ins Spiel und ließ in den Sätzen 2 und 3 nicht viel anbrennen. Da verwundert es nicht sehr, dass die Germersheimerinnen auch im 4. und letzten Satz das Blatt nicht mehr drehen konnten. Angreiferin Julia Jasynow sprach nach Spielende von einem Team, dass sich zum Ende selbst aufgegeben hat und nicht mehr an seine Chancen geglaubt hat.

Mixed-Team 2x unentschieden

Ein Unentschieden beim Volleyball klingt komisch, ist aber aufgrund von lediglich 4 Sätzen beim Mixed durchaus möglich. Beim Mixed-Team der SG Bellheim/Germersheim reichte es zu 2 Unentschieden gegen die TSG Neustadt Sektschlürfer und VTV Gnadenbrotpfeife Mundenheim. In beiden Spielen war das Team in den ersten 2 Sätzen sehr motiviert und konzentriert und konnte sich jeweils eine 2:0-Führung erarbeiten. Danach zeigte sich in beiden Partien aber, woran das Team in den nächsten Trainingseinheiten noch arbeiten muss. Eben jene Konzentration fiel nach der Führung immer etwas ab, so dass man jeweils noch die Sätze 3 und 4 abgeben musste. Der guten Laune und dem Spaß auf dem Feld tat dies aber keinen Abbruch. Am Ende stehen 2 Punkte zu Buche, mit denen Trainer Marco Klein durchaus zufrieden ist.

Weitere Ergebnisse:

Damen 3 – TSV Annweiler 3:0
Damen 3 – MTV Pirmasens 0:3
Herren 2 – SG REHAmed Südpfalz III 3:2
Herren 2 – TV Maximiliansau 1:3