Nervenstarker Beginn der Aufholjagd

Vor Spielbeginn hatten die Germersheimer Oberliga-Volleyballer eine Aufholjagd in der Rückrunde angekündigt, auch wenn man gegen den TV Walpershofen eher Underdog war. Am Ende war Schritt 1 zum Klassenerhalt mit einem 3:2 (18:25, 25:22, 21:25, 28:26, 17:15) erfolgreich geschafft.
In einem wahren Krimi war es die Nervenstärke, die am Ende den Ausschlag geben sollte.

In Satz 1 zeigte Walpershofen, dass sie zurecht auf Platz 2 standen und um den Titel mitspielen wollen. Starke Sprungaufschläge stellten die Germersheimer Annahme vor heftige Probleme. Da konnte Zuspieler Dominik Betsch im Spielaufbau wenig ausrichten. Nachdem Florian Meyerer für ihn die Regie übernommen hatte, wurde das Spiel zwar etwas stabiler, jedoch war der Satz nicht mehr zu retten. Danach nahmen die Hausherren den Kampf aber voll und ganz an und kamen besser ins Spiel. Mitte des 2. Satzes konnte man sich mit ein paar Punkten absetzen. Walpershofen kam noch mal zum 20:20 heran, konnte aber den mentalen Vorteil nicht nutzen. Mit einem taktischen Wechsel auf der Diagonalposition machten die Germersheimer den Sack zu. In Durchgang 3 lief das Team von Beginn an einem Rückstand hinterher. Auch aufgrund zu vieler Aufschlagfehler vor allem gegen Satzende musste man den 1:2-Rückstand hinnehmen. Bei beiden Teams war die Stimmung auf dem Höhepunkt, was sich auch beim offenen Schlagabtausch in Satz 4 zeigte. Keines der beiden Teams konnte sich entscheidend absetzen. Ein Hin und Her gipfelte in der Satzverlängerung. Was dort passierte, hätte man dem Turnerschafts-Team zum Ende der Hinrunde wohl kaum zugetraut. Nicht genug, dass man einen Matchball abwehren konnte, denn Dominik Kuhn und Michael Hacker zeigten bei 26:26, dass sie Nerven wie Drahtseile haben. Kuhn servierte ein Ass und Hacker sorgte mit einem krachenden Monsterblock für den Satzausgleich. Somit musste der Tie-Break die Entscheidung bringen. Das spürten auch die Fans, die nun lautstark ihr Team anfeuerten. Dank guter Aufschläge von Cristoph Wanner ging man 5:3 in Führung und konnte diese bis zum 8:6 beim Seitenwechsel behaupten. Der Vorsprung wurde bis zum 14:11 konsequent gehalten. Dann vergaß man kurzzeitig wohl, wie man einen Matchball verwandelt. Drei teilweise leichtfertig verschlagene Angriffsmöglichkeiten brachten Walpershofen zum 14:14 heran. Danach schlug beim 15:15 mal wieder die Stunde der Männer mit eisenharten Nerven. Nicolay Peng servierte ein Ass zum 16:15. Anschließend blockten Michael Hacker und Dominik Kuhn den starken gegnerischen Angreifer. Der Jubel in der Halle kannte fast keine Grenzen. Nicht nur dem Team um Trainerin Karin Träber fiel ein riesengroßer Stein vom Herzen, auch die Fans waren restlos begeistert von der Leistung des Teams. Die Nervenstärke in entscheidenden Situationen hat es in diesem Spiel ausgemacht. Aber auch die deutlich verbesserte Leistung und vor allem die Bereitschaft, um jeden Ball zu kämpfen, hatten an diesem Tag ihren Anteil am grandiosen Sieg. Nun darf sich das Team aber nicht darauf ausruhen, denn schon nächste Woche steht man mit dem VC Lahnstein einem weiteren Top3-Team der Liga gegenüber. Aber als Underdog kann man ja wiederum genauso befreit aufspielen.

Weiteres Ergebnis:

Damen 2 – VVRP-Auswahl. 3:2