Saisonfazit 2015/16

Viele Bälle wurden geschmettert, gebaggert und gepeitscht, viel Schweiß und auch mal Tränen wurden vergossen. Auch vor Verletzungen war der ein oder andere Volleyballer nicht verschont geblieben. Alles in allem eine nervenaufreibende und phasenweise sehr spannende Saison 2015/16. Es ist also höchste Zeit, ein Fazit für die einzelnen Teams zu ziehen.

Damen 1 – 7. Platz in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saarland

Bereits vor der Saison war klar, dass man aufgrund beruflicher und privater Abgänge eine Saison der Konsolidierung vor sich haben würde. Nach dem Weggang von Christina Pfadt zurück zu ihrem Heimatverein und dem studienbedingten Rückzug von Julia Schneider musste Trainerin Karin Träber ihr Augenmerk auf die mentale und spielerische Stärkung der jüngeren Spielerinnen legen. Das gelang aber nur teilweise, da vor allem die Talente der Damen 2 nicht so wie erhofft eingesetzt werden konnten. Auch der Plan, die ein oder andere Spielerin auf einer neuen Position aufzubauen, konnte daher langfristig nicht planmäßig umgesetzt werden. So verwundert es nicht weiter, dass es eine Saison mit vielen Höhen und Tiefen war. Trainerin Karin Träber sah in einigen Matches gegen die Top-Teams gute Leistungen ihrer Spielerinnen, musste sich aber in vermeintlich leichteren Spielen über unfassbare Fehlerquoten und unnötige Niederlagen ärgern. Auch wenn sie selbst beim ein oder anderen Spiel als Notnagel auf der Spielerliste stand, wechselte sich Träber nie selbst ein, um ihrem Team die Gelegenheit zu geben, sich auch in schwierigen Phasen immer wieder zu finden. Am Ende steht mit dem 7. Platz der Klassenerhalt zu Buche, der am vorletzten Spieltag endgültig unter Dach und Fach gebracht wurde. Auch wenn es nicht geplant war, so lange dafür kämpfen zu müssen, muss man am Ende sagen, dass das Team und auch gerade die jungen Spielerinnen sich noch weiter entwickeln müssen. Vor allem im mentalen Bereich bietet sich für die Zukunft dabei noch viel Potential. Ob in der nächsten Saison wieder erfahrene Spielerinnen wie Saskia Rüffel und Katrin Naumer regelmäßig zur Verfügung stehen, wird sich in der Sommerpause zeigen.

 

Damen 2 – 9. Platz in der Verbandsliga Rheinhessen/Pfalz

Nach 2 Meistertiteln in Folge und dem Durchmarsch von der Bezirksklasse in die Verbandsliga war dem Team von Trainerin Melanie Vake von Beginn an klar, dass nur der Klassenerhalt das Ziel sein konnte. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass der Unterschied zwischen der neuen und der alten Liga größer als erwartet ist. Am Ende konnte das Team den letzten Tabellenplatz nicht mehr verlassen. Es wären ingesamt sicherlich mehr Punkte drin gewesen, aber ingesamt hat sich das Team doch zu instabil und bei sich bietenden Chancen zu inkonsequent gezeigt. Positiv hervorzuheben ist aber die Tatsache, dass man sich nie aufgegeben hat und immer versucht hat, die beste Leistung abzurufen. Nun gilt es, sich in der Bezirkskliga zu etablieren und in der neuen Saison wieder frisch motiviert vorne anzugreifen.

 

Damen 3 – 7. Platz in der Bezirksklasse Süd

Hinrunde top, Rückrunde ein Flop – so kurz und prägnant fasst Trainer Arthur Eisen die Saison seiner jungen Damen zusammen. Nach guter Saisonvorbereitung und guter Platzierung bei einem Vorbereitungsturnier fing die Saison außerordentlich gut an. Mit insgesamt 7 Siegen in 9 Spielen lieferte man eine hervorragende Hinrunde ab. Man konnte sogar lange davon träumen, ganz oben in der Tabelle anzugreifen. Kapitän Arlinda Dakaj und Clara Scherer entwickelten sich in dieser Phase zu wichtigen Stützen des Teams und Punktegaranten. In der Rückrunde kam dann aber der Einbruch. Trainer Eisen spricht rückblickend sogar von einem Desaster. Man verlor 7 von 9 Spielen und fand nie mehr zu der Form zurück, die man noch in der ersten Saisonhälfte präsentiert hatte. Nicht zuletzt weil einige Spielerinnen aufgrund des anstehenden Abiturs kürzer treten mussten zeigte die Leistungskurve nach unten. Hinzu kam auch noch Verletzungspech. So riss sich Kapitän Dakaj die Bänder und konnte nicht mehr entscheidend eingreifen. Auch Trainer Eisen konnte aufgrund zeitgleicher Verpflichtungen bei den Herren 1 nicht immer das Coaching übernehmen. Erfreulich ist aber die Tatsache, dass gegen Saisonende Spielerinnen wie Leonie Magin und Eda Tütenk sich positiv entwickelten und unter Beweis stellen konnten, dass in der nächsten Saison mit ihnen zu rechnen sein dürfte.

 

Herren 1 – 8. Platz in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saarland

Schwieriger Saisonverlauf mit einem Endspurt à la Usain Bolt – so kann man die Saison der Herren 1 beschreiben. Vor der Saison übernahm Karin Träber das Traineramt in Doppelfunktion mit den Damen 1. Auch wenn im Vorfeld geklärt war, dass bei Engpässen das Hauptaugenmerk auf den den Damen 1 liegen wird, zeigten die Männer bereits im 1. Saisonspiel trotz Niederlage dass sie das Potential für die Oberliga haben. Während im ersten Saisondrittel Neuzugang Patrick Cimo noch mit von der Partie war, musste er im weiteren Saisonverlauf berufsbedingt immer öfter passen. Glücklicherweise sprang mit Michael Hacker ein alter Haudegen ein, der sozusagen vom Notnagel zum Stammspieler avancierte. Mit Dominik Adam konnte das Team einen spielstarken Angreifer vor der Saison verpflichten. Auch wenn Trainerin Träber ihn gerne auf der Außenposition eingesetzt hätte, zeigte er schnell, dass er als Diagonalspieler seine Stärken hat. Besonders im Saisonendspurt führte er das Team mit einigen wichtigen Punkten zum Klassenerhalt. Im Saisonverlauf präsentierte sich das Team ähnlich wie die Damen 1 mit einigen Höhen und Tiefen. Manchmal fühlte man sich nach zu deutlichen Niederlagen wie auf der Schlachtbank, manchmal konnte man aber auch Spitzenteams ärgern und sogar fast besiegen. So verwundert es nicht dass man bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt zittern musste. Mit 2 Siegen aus den letzten beiden Spielen schaffte man es tatsächlich noch, sich vom letzten auf den rettenden 8. Platz nach vorne zu schieben. Manch einer hatte das Team in der Rückrunde schon als Absteiger gesehen, aber das Team und auch Trainerin Träber haben bis zum letzten Punkt immer an die Chance geglaubt. Totgesagte leben eben manchmal doch länger.

 

Herren 2 – 6. Platz in der Bezirkskliga Pfalz

Eine Saison, in der das Saisonziel erreicht wurde, in der aber auch manchmal mehr drin gewesen wäre haben die Herren 2 hinter sich. Zu Beginn hatte man sich das Ziel gesetzt einen gesicherten Mittelfeldplatz zu erreichen und nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Auch wenn diese Vorgabe ohne größere Probleme erreicht wurde, hat man in dem ein oder anderen Spiel gemerkt dass das Team durchaus Potential für mehr hat. Insbesondere Stefan Nezlaw im Mittelblock, Freddy Krüger als Aussenangreifer/Annahmespieler und Eddy Pawik haben in der Saison bei Spielertrainer Daniel Kebernik überzeugt. Aber nicht nur auf dem Feld, sondern auch abseits davon hat man sich bei geselligen Zusammentreffen als Team gefunden und ist zu einer Einheit gereift. In der kommenden Saison will man dann aber doch mal die überwiegend guten Leistungen noch verbessern und oben angreifen.

 

 

Herren 3 – 3. Platz in der Bezirksklasse Süd

Ohne zu viel große Erwartungen ging das Team von Trainer Dominik Betsch in die Saison. Von allen Mannschaften müsste man aufgrund weniger Teams als in den anderen Ligen am längsten auf den Saisonstart warten. Diese Zeit nutzte man aber intensiv für eine gute Vorbereitung und einige Trainingsmatches. Nach wenigen Saisonspielen war dann klar, dass man durchaus um den Aufstieg mitspielen kann. Am drittletzten Spieltag hätte man sogar den Titel klar machen können, wenn man gegen den späteren Vizemeister VBC Lingenfeld die deutliche Führung über die Ziellinie gebracht hätte. Aber da Begann dann schon der Einbruch, der sich in zwei weiteren Niederlagen gegen den späteren Meister SG Speyer/Haßloch fortsetzte. Somit rutschte man sogar noch auf Platz 3 ab und verpasste damit auch die Aufstiegsrelegation. Trainer Betsch war natürlich darüber enttäuscht, sieht aber auch eine Chance für seine Jungs, sich noch ein weiteres Jahr spielerisch und mental weiterentwickeln zu können. Dann sollte am Ende auch bestenfalls ein Titel zu Buche stehen.

 

 

Mixed SG Germersheim/Bellheim – 3. Platz in der Bezirksklasse Süd

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Für die Mixed-Volleyballer war diese Redensart ein Wegbegleiter während der ganzen Saison. Mit einem personellen Aderlass von 6 Spielern musste Trainer Marco Klein erstmal zurecht kommen und ein neues Team formen. Trotz einiger Sorgenfalten hat er nie den Spaß und die Hoffnung verloren und dies auch an sein Team weitergegeben. Auch dank einiger früherer Spieler, die nochmal die Volleyballschuhe schnürten, wuchs ein Team zusammen, dass sich immer besser zurecht finden konnte. In vielen schweißtreibenden Trainingseinheiten wurde der Grundstein für eine überraschend gute Saison gelegt. Auch wenn an manchen Spieltagen nur wenig Wechselmöglichkeiten vorhanden waren, zeigte das Team teilweise mehr als nur eine 100%ige Leistung und wuchs über sich hinaus. Am letzten Spieltag konnte man sich sogar noch den 3. Platz erspielen, der nur aufgrund eines um 1 Satz besseren Satzverhältnisses erreicht wurde. In der Sommerpause wird man sicherlich einige Mixed-Spieler oft auf der Beachanlage antreffen, um sich wieder neue Motivation für die Aufgaben in der kommenden Saison zu holen.