Vorschau auf die Heimspieltage 19.09.2020

Ein Unterstützer in der Not – Tobias Grehl nicht nur sportlich eine Teamstütze

Tobias Grehl ist groß gewachsen. Mit 1,91m bringt der schlanke Spieler der Germersheimer Oberliga-Volleyballer Gardemaß für seinen Sport mit. Sportlich hat er sich letzte Saison notgedrungen von der 2. zur ersten Mannschaft entwickelt. Mittlerweile ist er dort auf der Diagonalposition Stammkraft und unterstützt das Team nach besten Kräften. Coach Dominik Betsch kürte ihn beim Saisonauftakt zum MVP. Doch wer steckt hinter dem Sportler? Zeit für einen Blick auf den Menschen dahinter.

Tobias Grehl ist 20 Jahre alt und wohnt im Germersheimer Ortsteil Sondernheim. Seinen aktuellen Coach kennt er schon einige Jahre. Früher hatte er aber andere sportliche Leidenschaften. Tischtennis war sein Favorit. Dort war er auch durchaus erfolgreich. Den Ausschlag für Volleyball gab dann der Teamgedanke und die Tatsache dass er auch dort gemeinsam mit Freunden aktiv sein kann. Zeit mit Freunden zu verbringen ist ihm in seiner Freizeit neben weiterem allgemeinem Fitnesstraining wichtig.

Beruflich zeigt Grehl gerade, dass er ein Teamplayer ist. Er arbeitet nach seinem im Frühjahr abgelegten Abitur als Aushilfskraft beim Gesundheitsamt in Germersheim und unterstützt dort die Mannschaft tatkräftig. Dort wird in der aktuellen Situation jede tatkräftige Unterstützung gerne gesehen und benötigt. Im November wird er dann sein FH-Studium in Ludwigshafen mit Fachrichtung betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung beginnen. Dabei werden ihm wohl eher trockene gesetzliche Themen begegnen, ganz im Gegenteil zum Volleyballsport. Dort auf dem Feld kann er auch im Angriff virtuos und mit Fingerspitzengefühl agieren. Dass er diese Fingerfertigkeit mitbringt, hat er schon in jungen Jahren bewiesen. Damals war er nämlich musikalisch am Klavier unterwegs.

Sportlich gesehen ist Grehl top motiviert für das erste Heimspiel der Saison gegen die Westerwald Volleys, die aus der Landesliga aufgestiegen sind. Er möchte gerne seine Leistung noch steigern. „Das Team und ich sind heiß auf das Spiel und möchten weitere Punkte holen. Und natürlich will ich persönlich noch eine Schippe drauf legen.“ Seinen Coach würde das sicherlich überzeugen, ihn auch weiter zu fordern und zu fördern.

Motiviert und mit breiter Brust wollen Germersheims Oberliga-Volleyballer das Heimspiel gegen den starken Aufsteiger Westerwald Volleys angehen. Spielbeginn ist am Samstag um 19:30 Uhr in der Sporthalle des Goethe-Gymnasiums an den Start gehen.

Abteilungsleiter Dominik Betsch wird auch weiterhin an der Seitenlinie coachen und warnt davor, den Aufsteiger zu überschätzen, der mit einem klaren 3:0-Erfolg gestartet ist und letzte Saison bis zum Saisonabbruch ungeschlagen blieb. Man kennt das Team bereits aus der Landesliga-Saison 18/19 als beide Teams Favoriten auf den Aufstieg waren, damals mit dem besseren Ende für die Südpfälzer.

Coach Betsch wird auch weiterhin nach Bedarf Spieler der 2. Mannschaft integrieren, da es coronabedingt erweiterte Möglichkeiten gibt, bevor sich diese Spieler oben festspielen. „Ich erwarte ein spannendes Spiel zweier Teams auf Augenhöhe beim der Ausgang für mich völlig offen ist. Natürlich wollen wir am Ende die Punkte bei uns behalten.“ gibt sich der Coach verhalten optimistisch. Betsch weißt auch daraufhin, dass Zuschauer in der Halle zugelassen sein werden. Wie viele Personen letztendlich in die Halle dürfen, wird sich im Laufe der Woche nach einer Begehung mit den örtlichen Behörden noch entscheiden.

Bis zum Heimspiel wird das Team vor allem an den Defensivaufgaben in Annahme und Block arbeiten. Aus dieser Stärke heraus soll dann auch ein kraftvolles Angriffsspiel entstehen.

Mit einwöchiger Verspätung ins Oberliga-Abenteuer

Nach der coronabedingten Absage des ersten Saisonspiels starten die Germersheimer Oberliga-Volleyballerinnen nun am Samstag mit einem Heimspiel gegen den TV Düppenweiler in die Saison. Spielbeginn ist bereits um 14 Uhr im Goethe-Gymnasium.

Im Interview vor dem Heimspiel äußerte Trainerin Karin Träber gemischte Gefühle: „Mein Team ist heiß auf das erste Match nach einer schier endlosen Pause. Auf der anderen Seite herrscht bei meinen Mädels noch leichte Unsicherheit was uns in der Oberliga erwartet.“

Das Team erwartet einen erfahrenen Gegner, der im Angriff seine Stärken haben dürfte. Daher will man im Training weiter an den eigenen Defensivstärken arbeiten. Auch die eigenen druckvollen Aufschläge sollen gewinnbringend eingesetzt werden.

Träber nimmt vor dem Auftakt ganz bewusst den Druck von ihrem Team: „Die Mannschaft soll Spaß am Spiel haben und sich so teuer wie möglich verkaufen.“ Zuschauer sind unter Einhaltung der AHA-Regeln herzlich Willkommen. 

Wichtige Informationen zu den Heimspielen:

In der Sporthalle sind maximal 40 Zuschauer zugelassen. Die Halle darf nur mit Mund-Nasen-Schutzmaske betreten werden und diese darf erst am Tribünenplatz abgenommen werden. Die AHA-Regeln sind einzuhalten. Jeder Zuschauer bekommt beim Einlass ein Merkblatt ausgehändigt, in dem alles vermerkt ist. Jeder Zuschauer ist verpflichtet sich an die Regeln zu halten. Kontaktdaten müssen natürlich vor Ort angegeben werden um eine mögliche Kontaktnachverfolgung gewährleisten zu können.