Germersheimer Volleyballerinnen werden „nur“ Vize-Landespokalsieger

Im letzten Jahrzehnt konnten die Germersheimer Damen schon mehrfach den Landespokal gewinnen. Das es diesesmal nicht geklappt hat, ist für Trainerin Karin Träber nicht weiter tragisch, zumal sie auf beide etatmäßigen Zuspielerinnen verzichten musste.

Nachwuchsass Laura Walburg übernahm ungewohnterweiße das Zuspiel und konnte mehrfach überzeugen. Lediglich im ganz schnellen Spielaufbau hatte sie noch Defizite. Da Halbfinalgegner und Ligakonkurrent LAF Sinzig auch nur mit einem dezimierten 7-Frau-Kader angereist war, hätte man fast meinen können, dass sich Träber und der gegnerische Gegner auf ein lockeres Trainingsspiel einigen wollten. Träber’s Damen hatten aber eindeutig was dagegen. Mit einem relativ deutlichen 3:0-Sieg (25:16, 25:22, 25:19) zogen sie ins Halbfinale ein. Vor allem druckvolle Aufschläge, weniger Eigenfehler und eine starke kämpferische Abwehrleistung waren der Sieggarant.
Im Finale wartete mit der TGM Mainz-Gonsenheim ein weiterer Ligakonkurrent. Mit neuer Formation gingen die Germersheimerinnen aufs Feld und sahen sich einem von der Körpergröße her überlegenen Gegner gegenüber. Dies und die neue Aufstellung führten dazu, dass man fast einen Satz benötigte, um sich einzustellen. Während man im Halbfinale noch druckvoll spielen konnte, vermisste Träber nun Konzentration im Angriff und in der Abwehr. Gonsenheim zeigte sich konsequent und nutzte diese Schwächen zum 3:0 (25:18, 25:21, 25:20) aus und gewann verdient den Landespokal. Trotz des verlorenen Finals war Träber nicht unzufrieden. Beide Spiele waren mehr als gute Trainingsspiele für den Saisonstart am 11.10. Auch wenn beide Zuspielerinnen nicht mit an Bord waren, zeigte das Team doch eine gute Leistung.