Ergebnisse vom 22./23.11.2014

14 von 21 möglichen Punkten – so lautet die Bilanz des Wochenendes. Dabei war von Höhen über Tiefen fast alles geboten. 

Gerade nochmal gut gegangen – Germersheimer Oberliga-Volleyballerinnen mühen sich zum Sieg

Mit einem knappen 3:2-Erfolg (25:14, 19:25, 28:26, 16:25, 15:10) kehrten die Oberliga-Damen vom erwartet schweren Auswärtsspiel beim TV Saarwellingen zurück. Zu oft im Spiel kamen alte Schwächen wieder zum Vorschein. Konsequenz daraus ist, dass der punktgleiche Konkurrent TGM Mainz-Gonsenheim aufgrund des besseren Satzverhältnisses vorbei gezogen ist und Germersheim auf Platz 2 verdrängt hat.
Der erste Satz war vor allem von 2 Spielerinnen gekennzeichnet. Libera Lisa Deck organisierte die Abwehr tadellos und Carina Barent sorgte mit ihrer Aufschlagserie vom 11:11 zum 20:12 für die Satzentscheidung. Zu diesem Zeitpunkt hatte man den Gegner fest im Griff.
Danach traten in Satz 2 die ersten Abstimmungsprobleme in der Abwehr auf. Hinzu kam, dass zu viele Aufschläge leichtfertig verschlagen wurden. Die Einwechslung von Michaela Sinn bei 8:19 brachte zwar nochmal ein Aufbäumen des Teams hervor, jedoch war der Rückstand vorher schon zu groß. Für den folgenden 3. Satz war dann aber die Motivation und Konzentration wieder vorhanden. Beide Teams zeigten eine gute kämpferische Leistung. Lange ging es im Satzverlauf hin und her, ehe am Ende das Glück auf Germersheimer Seite war. Eigentlich hätte die 2:1-Satzführung genug Motivation und Energie für einen 3:1-Sieg geben sollen, aber die Germersheimerinnen zeigten an diesem Tag alte Schwächen. Aufschlagfehler, Annahmeschwächen und nicht immer optimales Zuspiel ließen zu wenig Angriffsdruck zu und ermöglichten dem Gegner leichtes Spiel. Auch der Wechsel auf der Zuspielposition – Michaela Sinn kam bei 10:15 für Melanie Vake – brachte nicht mehr viel ein. Man musste einfach zu oft den Punkten hinterherlaufen.
Das Auf und Ab in den Sätzen setzte sich dann auch im Tie-Break fort. Die Eigenfehler wurden reduziert und die Abwehrleistung – insbesondere kurze Bälle des Gegners wurden oft gerettet – deutlich verbessert. Auch die gegnerischen Schnellangriffe brachten die Germersheimerinnen nicht ins Wanken. Carina Barent zu Satzbeginn und Katrin Naumer am Satzende sorgten mit starken Aufschlägen für die entscheidenden Punkte. Youngster Evelyn Kuhn durfte am Ende mit einem Lob den Matchball verwandeln. Angreiferin Julia Schneider war zwar froh über den Sieg, aber nicht über die Art und Weise:“Wir haben zwar gewonnen, waren aber eigentlich ziemlich schlecht. Das können wir sicherlich besser spielen.“

Damen 2 festigen Tabellenplatz 2

Mit einem 3:0 (25:18, 25:16, 25:14) gegen ASV Landau II haben die Damen 2 den 2. Tabellenplatz gefestigt, danach aber mit der 1:3-Niederlage (25:27, 25:20, 13:25, 18:25) gegen TV Rheinzabern die Tabellenführung verspielt.
Im Spiel gegen Dauerrivale Landau – viele Spielerinnen kennen sich aus Duellen in den Jugendklassen – gab es einen unerwartet deutlichen Sieg. Trainerin Melanie Vake stellte Aleyna Yilmaz und Arlinda Dakaj in die Startformation und hatte damit ein gutes Händchen bewiesen. Auch wenn zu Beginn noch leichte Annahmeprobleme bestanden, machten es die Landauerinnen dem Gastgeber am Sonntag Vormittag mit zunehmendem Spielverlauf immer leichter. Libera Merve Yilmaz sprach davon, dass im Laufe des Spiels doch alles gut funktioniert hat. 

Was zuvor noch gut lief, war dann im 2. Spiel teilweise wie weggeblasen. Die Germersheimer Mädels hatten viele Probleme mit den starken Aufschlägen des Gegners und schenkten so viele Punkte her. Genau umgekehrte Vorzeichen gab es dann in Satz 2. Die Damen 2 konnten nun mit ihrem starken Service punkten und den Satzausgleich erzielen. Anschließend lief dann aber alles in die falsche Richtung. Große Annahmeprobleme führten zu wenig druckvollem Angriffsspiel und auch die Konzentration war fast auf dem Nullpunkt. Sowohl in Satz 3 und 4 war ein Aufbäumen des Teams nicht mehr zu spüren, dass sich dann nahezu kampflos in die Niederlage fügte.

 

Damen 3 punkten für den Klassenerhalt

Mit einem 3:1-Erfolg beim Tabellenletzten SG Waldfischbach II holten die jungen Damen die nächsten Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Als Aufsteiger hat man bereits 6 Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Zu Beginn war das Team noch unkonzentriert und ließ auch bei der Laufbereitschaft in der Abwehr zu wünschen übrig. Mit zunehmender Spieldauer spielte das Team dann seine Stärken im Angriff aus und gab auch in der Abwehr kaum einen Ball verloren. Das das Team als homogene Einheit auftritt, zeigten sie auch diesesmal wieder. Ein besonderes Lob verdiente sich diesmal Lea von Bistram.

 

2x 3:0 gewonnen – Germersheimer Landesliga-Volleyballer ballern Gegner aus der Halle

Mit zwei 3:0-Siegen gegen Bretzenheim (25:11, 25:22, 25:15) und gegen TV Bad Salzig (25:21, 25:20, 25:23) haben die Landesliga-Volleyballer ihre Aufstiegsambitionen eindrucksvoll untermauert. Besonders im Spitzenspiel gegen Bad Salzig zeigte das Team eine gute konstante Leistung.
Pflicht und Kür – so waren die Voraussetzungen wieder mal für das Team vor dem Spieltag. Die Pflicht wurde gegen den Tabellenvorletzten aus Bretzenheim souverän gemeistert. Bereits im 1. Satz wurden dem Gegner deutlich die Grenzen aufgezeigt. Dieser verzweifelte vor allem an der Fehlerlosigkeit des Germersheimer Spiels und an den eigenen Schwächen. Wie es manchmal eben bei solcher Dominanz vorkommt, kann man auch mal unkonzentriert werden wie im 2. Satz. Der Spannungsabfall war deutlich spürbar, jedoch gegen Satzende wieder hoch genug um 2:0 in Führung zu gehen. Ähnlich souverän und druckvoll wurde dann auch im letzten Satz der Sieg unter Dach und Fach gebracht. Die Pflicht war nun erfüllt während das Spitzenspiel gegen Bad Salzig noch auf sich wartete. Über das gesamte Spiel war zu merken, dass beide Teams unbedingt gewinnen wollten und das beide Teams zurecht weit oben in der Tabelle stehen. Die Rheinländer zeigten, dass sie vor allem in Diagonalangreifer Julius Hammes ihren stärksten Spieler hatten. Aber auch seine durchaus hohe Punktequote brachte die Germersheimer bei 7:10 nicht aus der Ruhe. Bis zur 19:12-Führung wurde nun das eigene druckvolle Spiel konsequent durchgezogen. Im Vergleich zum Gegner konnte man die eigenen Stärken besser nutzen. Im 2. Durchgang zeigten beide Teams mehr als gutes Landesliga-Niveau und lieferten sich bis zum 16:16 einen offenen Schlagabtausch. Mit einer 3-Punkte-Serie war dann die Tür zur 2:0-Satzführung weit aufgestossen. Vor allem druckvolle Angriffe und Monsterblocks führten ab Satzmitte zum Punktvorsprung, während Bad Salzig ähnlich wie in Satz 1 in kritischen Situationen nur mit halbherzigen Angriffsaktionen antworten konnte. Doch auf diese fintenreichen Lobs waren die Germersheimer gut eingestellt. Das das Team bei der mentalen Stärke einen Fortschritt zur Vorsaison gemacht hat, zeigte sich dann in Satz 3. Der absolute Siegeswille war spürbar, denn jeder Spieler wollte unbedingt den glatten Erfolg. Am Ende stand ein viel umjubelter Sieg, der das Team auf Platz 2 der Tabelle bringt. Da Tabellenführer Trierer Volleys sehr überraschend gegen den bisher sieg- und punktlosen Tabellenletzten TGM Mainz-Gonsenheim III mit 2:3 verlor, sind es aktuell nur noch 2 Punkte Rückstand für Germersheim. Das Team kann also schon fast spüren, wie es sich ganz oben anfühlt.

 

Herren 3 müssen körperliche Überlegenheit des Gegners anerkennen

1:3 (18:25, 14:25, 25:17, 16:25) gegen die SG Südpfalz III verloren, aber doch gezeigt, zu was man fähig ist. Die köperliche Überlegenheit der Gegner war deutlich zu erkennen, aber trotzdem ging das Team motiviert ins Spiel. Zu Beginn konnte man dank guter Aufschläge mithalten, verlor aber am Ende die Konzentration und den Satz. Dieser Knick setzte sich im 2. Durchgang fort. Viele Leichtsinnsfehler im Angriff machten es dem Gegner leicht. Auch Annahme- und Abwehrleistung ließen zu wünschen übrig. Trainer Dominik Betsch motivierte sein Team nochmal für Satz 3 und hatte Erfolg. Mit deutlich verbessertem Spiel – insbesondere Block und Aufschläge führten zu vielen Punkten – setzte man die Gäste unter Druck. Angefeuert von vielen Eltern und den Damen 2 spielte man den Satz souverän zu Ende. Diesen Schwung konnte man aber nicht zu 100% mit in Satz 4 nehmen. Zu zögerlich agierte man vor allem am Netz und musste sich am Ende geschlagen geben. Trainer Dominik Betsch war trotzdem zufrieden:“Auf der gezeigten Leistung
können wir aufbauen. Immerhin haben wir 1 Satz gewonnen und gezeigt, was wir können.“ Ein besonderes Lob verteilte er an Justin Körner, der heute die beste Leistung ablieferte.