Ein Sieg und eine Niederlage für Oberliga-Teams

Herren 1 melden sich eindrucksvoll zurück während die Damen 1 eine zu deutliche Niederlage hinnehmen müssen.

Mit Interims-Coach und geänderter Taktik zum Sieg – Oberliga-Volleyballer gewinnen deutlich

Mit einem klaren 3:0-Erfolg (25:12, 25:12, 25:21) gegen die SpVgg. Burgbrohl haben die Oberliga-Herren die rote Laterne abgegeben und sich auf den 7. Platz nach vorne geschoben. Dass Spielwart Alexander Zinser für die verhinderte Trainerin Karin Träber das Coaching für diesen Spieltag übernommen hatte, spielte am Ende nur eine untergeordnete Rolle, dominierte man doch insgesamt recht deutlich.

In Absprache mit dem Team wurde die Spieltaktik schon zu Spielbeginn geändert. Dominik Kuhn wechselte von der Diagonalposition in den Außenangriff während für ihn Dominik Adam nun als Diagonalangreifer agierte. Besonders im Block zeigte sich die Stärke von Adam, der einige Male mit krachenden Blocks direkt vor die Füße des Gegners für Punkte sorgen sollte.
Bereits im 1. Durchgang zeigte man, dass man unbedingt gewinnen wollte. Von Anfang an hatte war das Team motiviert bis in die Haarspitzen und setzte sich konsequent über 8:3 und 10:6 bis zum 19:10 ab. Danach war der erste Satzgewinn nur noch reine Formsache. In dieser Phase hatten die Gäste aus Burgbrohl große Probleme mit den sehr guten Aufschlägen der Germersheimer. Egal ob es krachende Sprungaufschläge von Dominik Kuhn oder platzierte Flatterbälle von Nicolay Peng waren – immer wieder war das Burgbrohler Aufbauspiel durch die Annahmeprobleme problematisch. Hinzu kam die Überlegenheit der Germersheimer sowohl im Block und im Angriff. Libero John Weickert organisierte die Abwehr sehr gut und sorgte so für einen guten Spielaufbau. Der zweite Satz verlief in der ersten Hälfte fast noch dominanter als Durchgang Nr. 1. Nicolay Peng sorgte mit druckvollen Aufschlägen für eine 9:2-Führung, die mit Christoph Wanner am Aufschlag bis zum 15:3 ausgebaut wurde. Zu keiner Zeit hatte Burgbrohl bis zu diesem Zeitpunkt den Hauch einer Chance und schenkten auch noch Punkte mit vielen Eigenfehlern vor allem beim Aufschlag her. Nach der 2:0-Satzführung für Germersheim waren die Satzpausen sehr unterschiedlich. Auf Germersheimer Seite warnte man davor, sich nun noch den Sieg aus der Hand nehmen zu lassen, während man auf Burgbrohler Seite schon leichte Verzweiflung in den Gesichtern sah. Diese führte wohl auch dazu, dass die Gäste im 3. Satz noch mal alles versuchten. Deutlich stabiler in der Annahme und mit verbessertem Aufbau- und Angriffsspiel versuchte man den Gastgebern Paroli zu bieten. Dies gelang auch bis kurz vor Satzende relativ gut, so dass Coach Zinser bei 21:21 die erste und einzige eigene Auszeit des Spiels nahm. Dieser „30-Sekunden-Hallo-Wach-Effekt“ sorgte dann nochmal für den nötigen Schub. Mit vier Punkten in Serie holte sich das Team den ungefährdeten und hochverdienten 3:0-Sieg, der sowohl beim Team als auch bei den Fans für beste Laune sorgte.
Libero John Weickert scherzte augenzwinkernd nach dem Spiel:“Eigentlich müsste unser Interimscoach nun auf dem Höhepunkt abtreten. Oder sollte er doch die Serie nächste Woche fortsetzen?“ Besser hätte diese Aussage die gelöste Stimmung nach dem Spiel nicht beschreiben können.

Unter Wert verkauft – Oberliga-Volleyballerinnen verlieren klar und deutlich

Mit einer deutlichen 0:3-Niederlage (10:25, 11:25, 17:25) kehrten die Damen der Turnerschaft aus Wierschem zurück. Dass der Regionalligaabsteiger ein harter Brocken werden würde, war im Vorfeld klar. Dass auf Germersheimer Seite aber nur sehr wenig funktionierte, hatte Trainerin Karin Träber sicherlich nicht erwartet.

Zwei Sätze lang dominierte Wierschem nahezu nach Belieben. Bei den Germersheimer Damen lief nichts zusammen. Annahme und Abwehr präsentierten sich fast als Totalausfall und ermöglichten den Gastgeberinnen viel zu viele leichte Punktgewinne. Ein druckvolles Angriffsspiel war für Germersheim nur schwer darstellbar. Und wenn dann mal die Annahme einigermaßen zu Zuspielerin Michaela Sinn kam, landete der darauffolgende Angriff entweder im Block oder im Aus. Germersheim fand nicht nur in dieser Phase kein probates Mittel, um gegen die stark aufspielenden Gastgeberinnen ins Spiel zu kommen. Auch im 3. Durchgang zog Wierschem sein druckvolles Spiel weiter durch und ließ keinen Zweifel am Sieg aufkommen. Auf Germersheimer Seite fehlten die spielerischen Möglichkeiten, um das Spiel nochmal umzudrehen. Bei 13:24 sorgte Evelyn Kuhn mit starken Aufschlägen nochmal für eine kleine Punkteserie, so dass die Niederlage nicht noch deutlicher ausfiel. Auch wenn manch einer von einer Klatsche sprechen mag, will sich das Team nicht unterkriegen lassen und wird die nächste Aufgabe im Derby gegen den ASV Landau am kommenden Wochenende motiviert angehen. Auch ein Beweis dafür, dass das Team im Vergleich zur Vorsaison mehr mentale Stärke hat.