Als Motivatorin und Taktikkünstlerin gefragt

Für die Germersheimer Oberliga-Teams stehen am Samstag zwei wichtige Duelle an. Trainerin Karin Träber wird dabei als Motivatorin und als Taktikkünstlerin doppelt gefragt sein. 

 

 

 

Mehr Abstiegskrimi geht nicht

 

Es ist eine von 3 letzten Chancen auf den Klassenerhalt und diejenige, die man als absoluten Thriller bezeichnen kann, ja vielleicht sogar muss. Im Duell Letzter gegen Vorletzter treffen die Germersheimer Oberliga-Volleyballer am Samstag um 19 Uhr auswärts auf die VSG WW Köppel. 

Mit 11 Punkten rangieren die Germersheimer nur 1 Punkt hinter den Westerwäldern und 2 Punkte hinter dem rettenden Ufer, dass momentan die SpVgg Burgbrohl inne hat. Es ist also ganz klar, wieviel Brisanz im direkten Duell steckt. Der Sieger dürfte einen wichtigen Schritt im Abstiegskampf machen und sich entscheidend vom Gegner absetzen. Trainerin Karin Träber wird zwar nicht dabei sein können, da sie zeitgleich die Oberliga-Damen betreut, gibt sich aber optimistisch. „Wir haben jetzt 3 Endspiele vor der Brust, die ich als 9-Punkte-Endspiele deklariert habe. Ich glaube an mein Team und versuche, Ihnen eine entsprechende kämpferische und selbstbewusste Grundeinstellung für diese Matches zu vermitteln.“ 

Wenn die Mannschaft dies mit breiter Brust im Westerwald umsetzen kann, dann ist ein Sieg möglich. Bereits im Hinspiel unterlag man nur aufgrund kleinerer Konzentrationsschwächen, die der Gegner gnadenlos ausnutzte. Man kann den Gegner also durchaus schlagen. Und genau dieses positive Wissen muss in die Köpfe aller Spieler. 

 

 

Der Blick nach vorne und nach hinten

 

Für die Germersheimer Oberliga-Volleyballerinnen steht das nächste schwere Spiel an, bei dem sie eher als Underdog ins Spiel gehen werden. Gegen den SC Mutterstadt (Samstag 20 Uhr, Berufsschule) muss das Team den Blick spielerisch nach vorne richten, zeitgleich aber in der Tabelle auch nach hinten blicken, um die 3 Punkte Vorsprung im Abstiegskampf nicht noch zu verlieren. 

Im Hinspiel kamen die Turnerschafts-Damen bei der 1:3-Niederlage erst in Satz 3 und 4 so richtig in Schwung und mussten sich in diesen Sätzen nur knapp geschlagen geben. Hätte man mit einer besseren mentalen Einstellung und mit mehr Druck damals ins Spiel gefunden, wäre mehr möglich gewesen. Getreu dem Motto „Hätte hätte Fahrradkette“ bringt aber alles Lamentieren nichts mehr. Das Team muss sich mit möglichst breiter Brust von Anfang an präsentieren. Wie die Aufstellung im Mittelblock aussehen wird, dürfte sich kurzfristig entscheiden, da mit Evelyn Kuhn eine der beiden etatmäßigen Schnellangreiferinnen aus privaten Gründen nicht auflaufen kann. Trainerin Karin Träber hat sicherlich nicht nur eine Lösung A, sondern auch eine Lösung B im Kopf, will sich aber noch nicht in die Karten schauen lassen. Vielleicht liegt gerade in einer nicht ganz alltäglichen Aufstellung die Chance für das Team, die Konzentration von Beginn an hochzuhalten und den Gegner zu überraschen. Im Training wird man bis zum Spieltag sicherlich intensiv an den taktischen Varianten arbeiten und versuchen, sich daraus viel Motivation zu holen.