Um jeden Punkt bis zum Umfallen gekämpft

Die Oberliga-Teams haben am Wochenende jeweils knapp 2:3 verloren. Doch die Art und Weise und der erreichte Punktgewinn machen Hoffnung im Abstiegskampf. Unter der Woche konnten die Herren 3 in einem vorgezogenen Spiel bereits gewinnen.

Am Ende fehlte ein kleines Quäntchen Glück

Äußerst knapp mussten sich die Germersheimer Oberliga-Damen zu Hause gegen den SC Mutterstadt mit 2:3 (17:25, 17:25, 25:20, 26:24, 17:19). Mit einem Punkt im Gepäck hat das Team sich weiter Luft im Abstiegskampf verschafft.

Zwei Sätze lang sah es nach einem klaren 3:0-Sieg für die Gäste aus der Vorderpfalz aus. Zwar konnte Germersheim zu Beginn des Spiels noch mithalten, geriet dann durch eine immer höher werdende Eigenfehlerquote zunehmend ins Hintertreffen. Mutterstadts Lydia Martsch war in dieser Phase vom Germersheimer Abwehrverbund nicht in den Griff zu bekommen. Auch im 2. Satz zeigte sich ein ähnliches Bild wie in Durchgang 1. Viel zu viele Eigenfehler der Gastgeberinnen ermöglichten Mutterstadt leichtes Spiel. Im 3. Satz griff dann das Schicksal ein. Mutterstadts Michelle Müller verletzte sich. An dieser Stelle wünschen alle Germersheimer Volleyballer gute Besserung. Durch diese Umstände konnten die TS-Damen vor allem auf der Mittelposition mehr Möglichkeiten nutzen. Aus einer stabilen Annahme und Feldabwehr heraus wurden die Durchgänge 3 und 4 gewonnen. Insbesondere Libera Lisa Deck präsentierte sich in dieser Phase hervorragend und verdiente sich ein Extralob von Trainerin Träber. Im Tie-Break schien schnell die Luft raus und der Widerstand gebrochen zu sein. Mutterstadt führte beim Seitenwechsel komfortabel mit 8:3. Doch Germersheim warf nochmal alles nach vorne und holte auf. Bei 12:14 schien es aber vorbei zu sein. Nun startete der finale Krimi den die Gäste am Ende mit etwas mehr Glück mit 19:17 für sich entscheiden konnten. Trainerin Träber zeigte sich trotz der Niederlage nicht unzufrieden. „Wir haben heute nach schwierigem Beginn eine gute Teamleistung gezeigt und nie aufgegeben“ zollte sie ihren Spielerinnen Respekt. Mit dem Punkt hat man nun 4 Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz. Bei noch 2 ausstehenden Spielen fehlt also nicht mehr allzuviel zum Klassenerhalt.

Jeder Punkt kann am Ende wichtig sein.

Eine knappe 2:3-Niederlage (22:25, 23:25, 25:23, 25:21, 12:15) gegen die VSG WW Köppel müssen die Germersheimer Oberliga-Volleyballer verkraften. Doch jeder Punkt kann am Ende wichtig sein, zumal sich die Ausgangssituation nur unwesentlich geändert hat.

Wenn man im Abstiegsknaller mit 0:2 nach Sätzen im Rückstand ist, könnte die Motivation ganz leicht in den Keller rutschen. Doch die Germersheimer haben sich am eigenen Schopf noch aus dem Schlamassel einer klaren Niederlage herausgezogen und einen Punkt geholt. Vielleicht könnte der am Ende noch wichtig werden. Ein guter Beginn in Satz 1 zeigte, dass man gewillt war, auswärts die Punkte mitzunehmen. Ein Hin und Her mit Führungen auf beiden Seiten ergab ein enges Spiel. Am Ende von Durchgang 1 sorgten vereinzelte leichte Fehler auf Germersheimer Seite für die Entscheidung zu Gunsten der Gastgeber. Schwungvoll starteten die TS-Herren erneut in Durchgang 2, mussten den Westerwäldern ab der Satzmitte aber das Feld überlassen. Die Aufholjagd gegen Satzende reichte zwar nicht mehr zum Satzgewinn, führte aber zu einem Motivationsschub für Satz Nr. 3. Im Angesicht einer drohenden 0:3-Niederlage, raffte sich die Mannschaft auf und kämpfte um jeden Punkt. Am Ende eines engen Satzes mit vielem Hin und Her war das Glück auf Germersheimer Seite. Köppel geriet nun mental ins Schwanken und zeigte Nerven. Sage und schreibe 11:0 führten die Gäste aus Germersheim und schienen auf dem sicheren Weg in den Tie-Break. Aber selbst geriet man auch wieder in einen phasenweisen Abwärtsstrudel und musste die VSG Punkt um Punkt herankommen lassen. Auch wenn am Ende der Satzausgleich stand, hatte man die Gastgeber durch die eigenen Nachlässigkeiten für den Tie-Break wieder mental aufgebaut. Im letzten Satz lief man von Beginn an immer wieder einem kleinen Rückstand hinterher. Köppel spielte diesen Vorsprung souverän nach Hause und holte sich den Sieg. Trotz der Niederlage war Libero John Weickert nicht unzufrieden. „Das war heute eine geile Stimmung und ein geiles Spiel. Es ist noch alles drin. Wir brauchen jetzt im Heimspiel gegen Bliesen jeden Fan“ gab sich der Abwehrspezialist kämpferisch. Die Ausgangslage hat sich nicht wesentlich geändert. Es sind nach wie vor nur 2 Punkte zum rettenden Ufer. Nur hat diesen Platz jetzt die VSG Köppel inne. Dahinter und mit 1 Punkt vor Germersheim rangiert die SpVgg Burgbrohl. Jeden Menge Spannung im Abstiegskampf ist also garantiert.

Angriff auf die Tabellenspitze

Mit einem 3:1-Erfolg (25:19, 17:25, 25:14, 25:12) gegen den TuS Heiligenstein haben die Herren 3 weiterhin die Tabellenspitze im Blick. Bei 2 Spielen weniger rangieren sie mit 2 Punkten Rückstand auf den VBC Lingenfeld auf Platz 2. Allerdings haben sie auch noch zwei Spiele weniger gemacht.
Bereits im ersten Satz zeigte sich, dass man – wenn man die Konzentration hochhält – das Spiel für sich entscheiden kann. Entsprechend ging das Team ans Werk und holte sich trotz einiger unnötiger Fehler die Satzführung. Danach meinte man wohl, das Spiel würde zum Selbstläufer werden. Während die eigene Konzentrationskurve nach unten ging, schwang sich Heiligenstein auf und spielte konstant. Nach dem Satzausgleich konnten sich die Germersheimer aber wieder auf ihre Stärken besinnen. Eine deutlich stabilere Annahme und Abwehr ermöglichten ein variables und schnelles Angriffsspiel. Mit der 2:1-Satzführung hatte man den Gastgebern wohl den Zahn gezogen. Florian Schaile und auch Kevin Peter sorgten auch in Durchgang 4 mit guter Blockarbeit für einige Punkte. Dank weiterer starker Aufschläge war Heiligenstein nicht mehr in der Lage, die Gäste zu gefährden. Am Ende stand ein verdienter Sieg zu Buche, der den Herren 3 alle Optionen auf den Titel offen hält.