Ein ernüchterndes Wochenende

Wenig zu holen gab es für die Volleyballer am letzten Wochenende. Lediglich die Damen 3 konnten einen Punkt holen. Für Herren 1 wird es drei Endspiele für den Klassenerhalt geben.

Eine ordentliche Leistung über 2 Sätze reicht nicht

Man wollte alles geben, konnte aber nicht alles abrufen. Die Germersheimer Oberliga-Volleyballer mussten sich zu Hause mit 0:3 (23:25, 26:28, 21:25) geschlagen geben. Zwei Sätze lang war es ein enger Kampf auf Biegen und Brechen, dann waren die Gäste des TV Bad Salzig konsequenter und leisteten sich weniger Eigenfehler.

Ohne Dominik Kuhn, der nach einer Zahn-OP pausieren musste, gingen die Germersheimer ins Spiel. Kuhns Abwesenheit machte sich insgesamt doch bemerkbar, auch wenn Arthur Eisen als erste Vertretung ein ordentliches Spiel machte und neben Michael Hacker mit der beste Mann auf dem Feld war. Hacker überzeugte vor allem im Block.
Alles wollten sie geben und am Ende am besten den Jackpot mit 3 Punkten holen. Dass sich Bad Salzig dem vehement entgegenstellen würde, merkte man bereits in Satz 1. Ein Spiel auf Augenhöhe entwickelte sich. Bad Salzig war in der zweiten Satzhälfte immer leicht vorne. Als Germersheim dann aufholte, war der Satz bei 23:23 auf Messers Schneide. Doch die Gäste bewiesen Nervenstärke und machten zwei Punkte in Folge zum Satzgewinn. Symptomatisch für die Germersheimer Quote an unnötigen Eigenfehlern war der Satzball, bei dem Dominik Betsch einen Aufschlag ohne Druck ins Aus schlug. Durchgang 2 startete danach wesentlich positiver für die Germersheimer. Mit einigen krachenden Blocks holte man sich Punkt um Punkt und könnte auch im Angriff immer wieder punkten. Insbesondere Christoph Wanner im Schnellangriff über die Mitte und Nicolay Peng im Außenangriff punkteten immer wieder zuverlässig. Bis zum 20:16 hielt man den Vorsprung konsequent bei 4-5 Punkten und war nicht aus der Ruhe zu bringen. Dann aber folgte ein unerklärlicher Einbruch, der Bad Salzig in Führung brachte. Die Gründe dafür kann man wohl nicht so recht beschreiben. Entweder könnte es eine reine Kopfsache gewesen sein oder man wurde vielleicht doch durch die Leistung des Schiedsrichters unbewusst verunsichert, der auf beiden Seiten deutliche Technikfehler übersah. Sei es wie es ist, Bad Salzig nutzte die Gunst der Stunde und holte sich den Satz in der Satzverlängerung. In dieser Phase punktete vor allem immer wieder der Salziger ehemalige Zweitligaspieler Peter Nogueira-Schmid. Auch wenn die Germersheimer beim Seitenwechsel von ihren Fans nochmal angefeuert wurden, vermisste man danach ein echtes Aufbäumen. Bad Salzig machte in Satz 3 von Beginn an weiter Druck und lies keinen Zweifel am Siegeswillen aufkommen. Germersheim zeigte sich beeindruckt und offenbarte fehlenden Kampfeswillen. Auch die Eigenfehler im gesamten Team nahmen sowohl in der Annahme und Abwehr als auch im Angriff zu. Symptomatisch dafür waren 3 ins Netz geschlagene Angriffe von Nicolay Peng innerhalb kurzer Zeit. Peng zählt normalerweise zu den Punktgaranten auf Germersheimer Seite, hatte aber an diesem Tag mit Ausnahme von Satz 2 nicht den besten Tag erwischt. Am Ende jubelten die Gäste über drei Punkte für den Klassenerhalt, der ihnen nicht mehr zu nehmen sein dürfte. Für Germersheim wird es hingegen umso enger. Nach dem Spiel nahm Trainerin Karin Träber ihr Team ins Gebet und schwor sie trotz hängender Köpfe auf die letzten Spiele ein. „Meine Männer hätten es verdient, in der Liga zu bleiben. Letztendlich müssen wir in den noch verbleibenden 3 Spielen jeden möglichen Punkt mitnehmen, am besten natürlich 9 von 9 möglichen Punkten“ gab sie sich kämpferisch. Schließlich stirbt die Hoffnung bekanntermaßen ja zuletzt.

Die Kurve nicht bekommen

Nach der guten Leistung im Top-Spiel gegen Meister ASV Landau mussten sich die Germersheimer Oberliga-Volleyballerinnen im Heimspiel gegen den TV Rohrbach glatt mit 0:3 (22:25, 18.25, 20:25) geschlagen geben. Ausschlaggebend war die Tatsache, dass man die Leistung aus der Vorwoche nicht abrufen konnte.

Zumindest in Durchgang eins bewies das Team, dass man mit den Top-Teams der Liga mithalten kann. Bis zum 18:18 gestaltete sich ein ausgeglichenes Spiel. Danach verlor man aber nach und nach an Konstanz in Annahme und Abwehr und verlor den Satz. Dieser Knick setzte sich im 2. Durchgang fort. Rohrbach startete mit einer 7:3-Führung und konnte sich danach einen zunehmenden komfortablen Vorsprung erarbeiten, da Germersheim im Angriff immer weniger Druck aufbauen konnte. Lediglich einige Eigenfehler von Rohrbach ermöglichten noch mehr Punkte für die Gastgeberinnen. Die Messe war danach dann schon vorzeitig gelesen. Rohrbach zeigte weiterhin eine konstante Leistung und zog nach einer 8:2-Führung auf 20:10 davon. Zwar konnten die Germersheimerinnnen danach nochmal auf 4 Punkte herankommen, mussten sich aber letztendlich geschlagen geben.
„Wir sind heute nicht mit unserer Leistung zufrieden, weil wir unser Niveau von letzter Woche heute einfach nicht abrufen konnten. Das ist schade, denn sonst hätte das Spiel auch anders ausgehen können“ zog Mittelblockerin Viktoria Swierkowski ein eher ernüchterndes Fazit.

Ersatzgeschwächt einen Punkt geholt

Mit nur einer etatmäßigen Mittelblockerin gingen die Damen 3 beim VC Hainfeld an den Start. Clara Scherer musste daher die für sie ungewohnte Rolle übernehmen. Da sie ihre Sache insbesondere auch in der Defensive sehr gut machte, verdiente sie sich ein Sonderlob von Coach Melanie Vake, die den verhinderten Trainer Arthur Eisen vertrat.
Trotz ungewohnter Aufstellung begann das Team konzentriert und holte sich Satz 1. Im weiteren Verlauf schlichen sich aber immer öfter Annahmefehler ein, die den Gastgeberinnen einige Punkte und damit die 2:1-Satzführung ermöglichten. Die jungen Damen gaben sich aber nicht auf und kämpften sich in den Tie-Break, in dem Hainfeld das bessere Ende für sich hatte.

Weitere Spiele:
Damen 2 – SG Bretzenheim/Marienborn 1:3
Damen 2 – SG REHAmed Südpfalz 0:3