Ergebnisse vom 05./06.03.2016

Von Jung über Mixed bis hin zum gehobenen Alter war bei uns am Wochenende alles im Einsatz. Die Resümees fallen dabei aber unterschiedlich aus, nicht nur hinsichtlich der Ergebnisse.

 

 

Viertbeste Mannschaft im Südwesten

Alter schützt vor Leistung nicht. Das haben die Ü47-Senioren am Samstag bei der Südwestdeutschen Meisterschaft mal wieder unter Beweis gestellt. Als Landesmeister holten sie den vierten Platz und verbesserten sich im Vergleich zum Vorjahr um 1 Platz. In der Gruppenphase gewann man gegen den TV Klarenthal und musste sich dem späteren Sieger SG Rodheim – letztes Jahr immerhin deutscher Vizemeister- geschlagen geben. Im Halbfinale wartete dann mit Orplid Frankfurt die nächste hessische Übermacht, die man nicht bezwingen konnte. Das Spiel um Platz 3 gegen die TSG Differten gab man dann wegen einiger „Wehwechen“ im Team kampflos auf. Trotzdem kann man mit dem Ergebnis zufrieden sein.

Von Krankheit und Verletzung gebeutelt

Die Mixed-Volleyballer mussten sich der TSG Neustadt Sektschlürfer glatt 0:3 geschlagen geben. Aufgrund von kurzfristiger krankheitsbedingter Absage müsste man umstellen, so dass auch Trainer Marco Klein trotz erst kürzlich auskurierter Verletzung schon voll eingreifen musste. Gegen einen personell verstärkten Gegner, der mit starken Blocks und Angriffen punktete, war man trotz aller Gegenwehr unterlegen. Gegen Blockbuster Schaidt kämpfte das Team im nächsten Spiel dann aufopferungsvoll und erkämpfte sich ein 2:2-Unentschieden. Angesichts der Personalmisere kann man mit der Punkteteilung durchaus zufrieden sein. Der vor der Saison anvisierte Mittelfeldplatz ist auch einen Spieltag vor Schluss in trockenen Tüchern.

Pflicht erfüllt, Kür vergeigt

Die Ü47-Senioren haben ihre Titelkämpfe am Wochenende sehr ernst genommen. Bei den Jungen Herren 3 galt das wohl nicht für jeden. Nach einem klaren 3:0-Pflichtsieg gegen die SG Südpfalz IV vergeigte man das Spitzenspieler gegen den VBC Lingenfeld trotz deutlicher Führung noch im Tie-Break.
Trainer Dominik Betsch musste im Vorfeld auf einige Spieler verzichten. Zum einen ist dies wegen der anstehenden mündlichen Abiprüfungen absolut nachvollziehbar. Einige Spieler haben dadurch aber auch zwei Tage schulfrei und ein verlängertes Wochenende vor sich. Dieses nutzten sie lieber für einen Kurzurlaub anstatt in einer Vorentscheidung um den Titel mit dem Team zusammen zu kämpfen. Aber darin liegt wohl auch der Unterschied zur Jugend von früher, die sich damals eher dem Wettkampf gestellt hätte anstatt dem Vergnügen, nicht zuletzt aus Respekt vor dem Trainer und dem Rest des Teams.
Gegen die SG Südpfalz könnte das Team die Ausfälle noch kompensieren, da der Gegner nicht in der Lage war, die Germersheimer ernsthaft an den Rand einer Niederlage zu bringen. Trainer Betsch konnte den Sieg entspannt auf der Bank verfolgen. Im Spitzenspiel gegen Lingenfeld geschah dann nahezu unglaubliches. Die Gegner waren leicht favorisiert, da Germersheim wie erwähnt nicht aus dem Vollen schöpfen konnte. Nach deutlich verlorenem 1. Satz setzte der restliche Kader ein deutliches Zeichen und kämpfte sich zur 2:1-Satzführung. Auch in Satz 4 zog man sukzessive davon. Bei einer 22:14-Führung fehlten nur noch drei Punkte zur Tabellenführung und der damit verbundenen Meisterschaft, da Lingenfeld bereits alle Spiele absolviert hat. Doch die Herren 3 verlor der Mut so wie das Kaninchen vor der Schlange erstarrt. Mit einer 1:11-Serie verlor man noch Satz 4 und danach auch den Tie-Break. Angesichts klarer Führung und Überlegenheit ist dieser Einbruch unerklärlich. Trainer Betsch war danach sichtlich angefressen. Die erwähnte Abwesenheit einiger Stammkräfte dürfte auch zur grimmigen Gemütslage beigetragen haben.

Weitere Ergebnisse:

Herren 2 – TSV Annweiler 0:3
Herren 2 – VC Hainfeld 2:3
Herren 2 – TuS Schaidt 0:3