Die Mitte bleibt nach wie vor die neuralgische Stelle

Eine 0:3-Niederlage (23:25, 17:25, 21:25) gab es für die Germersheimer Volleyballerinnen beim Heimspiel gegen den FC Wierschem. Das klingt auf den ersten Blick deutlich. Angesichts der Umstände im Mittelblock sind die einzelnen Satzergebnisse besonders im 1. und 3. Satz doch eine gute Leistung.

Die angespannte Personalsituation im Mittelblock ist nach wie vor der neuralgische Punkt bei den Germersheimerinnen. Ohne die langzeitverletzten Nele Stohner und der nach wie vor erkrankten Maike Moors stand Trainer Hollstein in Evelyn Kuhn nur eine etatmäßige Mittelblockerin zur Verfügung. So musste mit Luise Beutel und Laura Walburg improvisiert werden. Vielleicht war es gerade diese ungewohnte Aufstellung, die das Team gut ins Spiel starten ließ. Dank einer guten Block- und Feldabwehr konnten Hollsteins Spielerinnen immer wieder direkt punkten. Am Ende gaben einige kleine Fehler in Annahme und Aufschlag den Ausschlag zu Gunsten der Gäste aus Wierschem. Im 2. Satz war Wierschem von Beginn an viel wacher und zog unaufhaltsam davon. Auf Germersheimer Seite fand man in dieser Phase erst zu spät ins Spiel, um den Satz noch drehen zu können. Dass sich das Team trotz des jungen Alters aber auch nach 0:2-Rückstand nicht aufgibt, zeigte es im 3. Durchgang. In einem engen und spannenden Satz konnte man nochmal dem Gegner lange Zeit Paroli bieten. Wierschem erspielte sich am Ende dank weniger Eigenfehler den Satz- und Matchgewinn. Alles in allem haben die Germersheimerinnen angesichts der ungewohnten Aufstellung und der widrigen Umstände im Mittelblock eine anerkennenswerte Leistung gezeigt. Wenn der Mittelblock wieder komplett ist, sollte auch wieder mehr möglich sein.