Vorschau für den 17.12.2016

Wichtige und richtungsweisende Spiele stehen für die Germersheimer Volleyballer am kommenden Wochenende an. Im Mittelpunkt stehen dabei die beiden Heimspiele der Oberligateams, bei denen beide Mannschaften weiterhin auf privater Basis Spenden zugunsten des Kinderhospiz Sterntaler in Dudenhofen sammeln.

Der nächste Favorit

Nach dem unerwarteten Sieg gegen Guldental haben die Oberliga-Herren Blut geleckt. Am Samstag wollen Sie ab 17 Uhr in der Berufsschulhalle den nächsten Favoriten ärgern. Gegen die TGM Gonsenheim II dürfte das aber nochmal ein Stück schwerer werden.

Die Gäste aus der Landeshauptstadt bilden die Reserve des Bundesligateams, das in der 2. Liga antritt. Mit entsprechend gut besetzem Kader dürften die Gäste also nach Germersheim anreisen. Vor Saisonbeginn bekamen die spielstarken Gäste nochmal Zuwachs aus dem Bundesligateam, da dort Spieler einen Stufe zurückgingen. Auch auf der Trainerbank ist mit Michael Hefter, dem ehemaligen Coach des Bundesligateams entsprechend Qualität vorhanden. Wieder einmal scheint die Favoritenrolle ganz klar vergeben zu sein. Dass diese Tatsache für die Germersheimer Männer aber kein Maßstab ist, haben sie am letzten Wochenende gezeigt. Hinzu kommt, dass die Gäste zuletzt das Topspiel gegen Bliesen in eigener Halle verloren haben. Sie sind also nicht unschlagbar. Germersheims Trainerin Karin Träber wird ihr Team sicherlich nochmals auf die Wichtigkeit von Block- und Feldabwehr einstimmen. Nach schwierigem Saisonbeginn hat sie in den letzten Spielen einen immer besseren Zugang zu ihrem Team gefunden. Die Trainingsinhalte und taktischen Vorgaben wurden zuletzt gut umgesetzt. Es scheint sich also jetzt auszuzahlen, dass sie sich im Gegensatz zur letzten Saison nur noch auf ein Oberligateam konzentrieren muss. Und wer weiß, ob es nicht auch am Samstag wieder zu einer Überraschung reicht.

Das lokale Kellerderby

Wenn die beiden Tabellenletzten aufeinandertreffen, dann spricht man hinlänglich von einem Kellerduell. Wenn dann noch Germersheims Oberliga-Damen auf den SC Mutterstadt treffen, dann kommt die Besonderheit eines Derbys noch hinzu.

Germersheims Trainer Andreas Hollstein erwartet ein Spiel auf Augenhöhe, in dem beide Teams aufgrund der Derbyatmosphäre sicherlich noch einen Tick mehr motiviert sein werden. Überraschend ist sicherlich, dass Mutterstadt einen bisher nicht einfachen Saisonverlauf hatte. Angesichts eines großen und relativ gut besetzten Kaders stehen sie etwas überraschend im Tabellenkeller. Mit Julia Zywitzki im Außenangriff und Lydia Martsch auf der Diagonalposition sowie Michelle Müller im Mittelblock haben die Gäste drei Spielerinnen, die jede für sich schon für einige Punkte sorgen können. Insofern dürfte für Germersheim die Konzentration auf eine gute Defensivarbeit sowie auf gute Aufschläge die Vorgabe sein. Trainer Hollstein erwartet, dass am Ende die Nervenstärke den Ausschlag geben wird. Somit wird auch die mentale Stärke von Bedeutung sein.

Das nächste Topspiel

Die Damen 2 alias Team Toine stehen mit dem Auswärtsspiel bei der SG Südpfalz III vor einem weiteren Topspiel. Gegen den Drittplatzierten erwartet Germersheims Nadine Höppchen kein einfaches Spiel auch wenn man als Tabellenführer sicherlich mit breiter Brust antreten kann. „Auch wenn unsere Abwehrleistung zuletzt sehr gut war, wird dies allein für einen Sieg nicht reichen. Wir können uns im Block und im Angriff noch deutlich verbessern“ gibt sie die Marschrichtung für das Spiel vor. Von Vorteil hatte es sein können, dass die Gastgeber zuvor gegen den Tabellenzweiten ASV Landau antreten müssen. Allerdings wurde die Spielreihenfolge getauscht, damit Coach Arthur Eisen seine Mädels noch vor seinem Einsatz bei den Herren 1 betreuen kann. Der Verzicht auf diesen Vorteil zeugt aber auch von entsprechendem Selbstbewusstsein des gesamten Team.

Gibt es das komplette Comeback?

Nach einer knapp achtwöchigen Pause steht für die Herren 3 am Samstag um 15 Uhr die nächste Aufgabe beim ASV Landau III an. Da Trainer Dominik Betsch nahezu zeitgleich die Herren 1 als Kapitän beim Heimspiel aufs Feld führen wird, gibt es zumindest an der Seitenlinie ein Trainer-Comeback. Ob diese Person auch als Spieler zurückkehren wird, entscheidet sich möglicherweise kurzfristig und situationsbedingt. Mehr wird an dieser Stelle noch nicht verraten, denn die Herren 3 sollen ihr Spiel möglichst ganz in Eigenregie bestreiten. Alexander Emrich wird nach Krankheitsphase wieder mit von der Partie sein und sicherlich eine zentrale Rolle im Team übernehmen. Zusammen mit dem Team hat er zuletzt intensiv trainiert und vor allen Dingen an technischen Feinheiten gearbeitet. Trainer Betsch erwartet eine sehr junge Landauer Mannschaft. Druckvolles Angriffsspiel und viel Laufbereitschaft in der Abwehr sieht er als Grundvoraussetzung für einen möglichen Sieg an. „Landau wird in der Abwehr sicherlich viele Bälle abwehren und sich vielleicht wie eine Gummiwand präsentieren. Da müssen wir druckvoll und platziert angreifen und unsere eigene Abwehr gut im Griff haben.“ gibt der Coach die Marschrichtung für sein Team und seinen Vertreter an der Seitenlinie vor.

Weitere Spiele:

Herren 2 – SG Speyer/Haßloch II + III (Samstag 14 Uhr, Goethe-Gymnasium)