Ein verrücktes Auf und Ab endet im Tie-Break

Derbys haben ja meistens einen speziellen Reiz und bieten oft auch Kuriositäten. Der Spielverlauf bei der 2:3-Niederlage (5:25, 25:20, 25:18, 15:25, 8:15) der Germersheimer Oberliga-Damen beim SC Mutterstadt war aber insgesamt schon recht kurios.

Was die Gäste aus der Stadt am Rhein im 1. Satz boten, war nicht wirklich oberligatauglich. Sage und schreibe 0:16 (!) lag man zurück. In der Annahme und Abwehr lief gar nichts zusammen und auch die seltenen Angriffschancen wurden vergeben. Da wundert die deutsche 5:25-Klatsche im 1. Satz nicht sonderlich. Auch der 2. Satz schien auf einen deutlichen Erfolg der Gastgeberinnen hinaus zu laufen. Mit 7:14 lag Germersheim hinten. Was dann passierte, kann man gar nicht so richtig in Worte fassen. Die Damen von Trainer Hollstein standen besser in der Annahme und fanden auch im Angriff immer wieder Löcher im Mutterstadter Defensivverbund. Gute Aufschläge trugen ebenfalls zum Satzausgleich bei. Dies schien bei den Gästen viel Motivation freigesetzt zu haben. Nach ausgeglichenem Beginn in Durchgang 3 wurde das Team auch nach kleinem Hänger in der Satzmitte nicht nervös und zog unaufhaltsam zur 2:1-Satzführung davon. In dieser Phase überzeugte man vor allem mit variablem und druckvollem Angriffsspiel. Die Sätze 4 und 5 waren davon gekennzeichnet dass Mutterstadt noch einen Tick mehr an Siegeswillen zeigte. Von Beginn des 4. Durchgangs an war Germersheim im Rückstand und konnte diesen auch nicht mehr aufholen. So musste nach diesem kuriosen Spielverlauf der Tie-Break entscheiden. Mit einer 3:1-Führung starteten die Germersheimerinnen und ließen auch nichts an Siegeswillen vermissen. Mutterstadt gab nicht nach, glich aus und zog nach einem 5:5-Gleichstand unaufhaltsam davon.
Auch wenn eine Niederlage immer schmerzlich ist, so können die Germersheimerinnen sich über einen gewonnenen Punkt freuen. Angesichts des Spielverlaufs und der hohen Rückstände in Satz 1 und 2 hätte das Match auch ganz anders in einem Debakel enden können.