Ergebnisse vom 14.01.2017

Die Herren 1 holen einen überzeugenden Heimsieg und auch die Damen 1 erkämpfen sich einen unerwarteten Punkt. Für das Mixed-Team und die Herren 3 gab es leider nichts zu holen.

Ein überzeugender Sieg

Ein Sieg und 3 Punkte sind immer gut für ein Team. Wenn dann aber ein insgesamt überzeugender 3:0-Erfolg (25:23, 25:22, 25:22) dabei herauskommt, dann ist das für Germersheims Oberliga-Volleyballer auch ein weiterer großer Schritt Richtung Klassenerhalt und mehr Selbstvertrauen.

Mit der VSG Saarlouis war ein erfahrener Gegner zu Gast, der im Hinspiel noch einen ebenso deutlichen Heimsieg feiern konnte. Damals fehlten der Turnerschaft aber 3 Spieler. Entsprechend groß war die Motivation des gesamten Teams, das Ergebnis umzudrehen. Von Beginn an spielte das Team hochkonzentriert und brachte die Gäste mit druckvollem Angriffsspiel und guter Blockarbeit immer wieder in Bedrängnis. So erarbeitete man sich immer wieder kleine Serien mit einem Vorsprung von 4-5 Punkten. Auch wenn diese Führungen im Satzverlauf immer mal wieder schrumpften, behielten die Hausherren immer die Oberhand. Selbst nach einer fast noch vergebenen 23:20-Führung bewahrte man die Ruhe und machte den Sack zu. Beim Seitenwechsel musste das Team dann wie üblich hinter dem 1. Schiedsrichter und somit an den eigenen Fans vorbei auf die andere Feldseite laufen. Symbolisch war dabei das Abklatschen aller Spieler mit den Fans. Bereits hier merkte man, dass an diesem Abend sowohl Team als auch Fans viel für einen Sieg investieren wollen.
Mit einer soliden Spielweise begann auch Satz 2, der ähnlich wie Durchgang Nr. 1 immer wieder einige Punkte Vorsprung für das Turnerschafts-Team hervorbrachte. Saarlouis gab so schnell aber nicht auf und versuchte sich immer wieder heranzukämpfen, wenn auch vergeblich. Über 4:2, 13:9, 18:16 erspielten sich die Hausherren eine komfortable 23:18-Führung. Eine kurze Zitterphase mit Annahmeproblemen beendete dann Kapitän Dominik Betsch höchstpersönlich. Mit hohem Augenmaß pritschte er einen Notball über die gesamte gegnerische Defensive hinweg genau in die Lücke. Somit war schon mal mindestens 1 Punkt sicher gegen einen Gegner, der in der Tabelle vor den Hausherren rangiert und vor dem Spiel mit 18 Punkten genau doppelt so viele Zähler auf der Habenseite hatte. Dementsprechend warf Saarlouis im 3. Satz von Beginn an nochmal alles in die Waagschale und konnte den Durchgang ausgeglichen gestalten. Punktestände wie 8:8, 16:16 und 20:20 verdeutlichen bestens, dass keines der beiden Teams sich entscheidend absetzen konnte. Beim 22:22 war die Spannung immens und so mancher Puls jenseits von Gut und Böse. Dann zeigten aber die Germersheimer, dass sie im Saisonverlauf gelernt haben, ihre Nerven im Griff zu haben. Nicolay Peng verwandelte am Ende den Matchball zum viel umjubelten Sieg, den Trainerin Karin Träber direkt mit einem kleinen Freudentanz an der Seitenlinie feierte. Für ihre Mannschaft hatte sie danach viel Lob übrig:“Heute haben wir gezeigt, dass wir uns mental und spielerisch in den letzten Monaten wirklich weiterentwickelt haben, denn den 3. Satz hätten wir zu Saisonbeginn vielleicht noch vor lauter Nervosität verloren.“ Ihre teaminterne MVP-Auszeichnung, die Träber nach den Spielen gerne auch nach Einschätzung der gegnerischen Trainer und der Schiedsrichter vergibt, erhielt diesmal Kapitän Betsch. Aber auch für einen der jüngsten Spieler hatte sie ein Lob parat:“Simon Hoffmann hat sich im Mittelblock im Laufe der Saison wirklich sehr gut entwickelt und hat noch viel mehr Potential.“
Auf diese Leistung will und kann das Team nun aufbauen und vielleicht auch für eine Überraschung beim Spitzenreiter Gonsenheim sorgen.

Mühsam ernährt sich das Einhörnchen

Eine knappe Tie-Break-Niederlage (17:25, 25:20, 21:25, 25:21, 11:15) und ein unerwarteter Punkt gegen den Favoriten DJK Andernach. Eigentlich könnten Germersheims Oberliga-Volleyballerinnen damit schon recht zufrieden sein. Es wären aber auch 2 oder sogar 3 Punkte drin gewesen.

Nach der Tie-Break-Niederlage gegen Mutterstadt war es also auch jetzt wieder ein knapper Spielausgang. Mit 2 Punkten gegen Teams, die ein höheres spielerisches Potential aufweisen, war der Jahresauftakt gar nicht so schlecht, denn mühsam ernährt sich nun mal das Einhörnchen.
Die Germersheimerinnen begannen gegen die Gäste engagiert und ohne große Nervosität. Trainer Hollstein hatte seinem Team eingeimpft, dass man gegen den Tabellenzweiten frei aufspielen kann. Im ersten Satzdrittel beherzigten seine Damen genau diese Vorgabe und hielten das Spiel ausgeglichen. Danach drehte Andernach aber auf und punktete vor allem mit druckvollen Aufschlägen und platzierten Angriffen, die immer wieder in den Abwehrlücken landeten. Germersheim hatte in dieser Phase wenig entgegenzusetzen. Vom Satzrückstand unbeeindruckt präsentierten sich die Gastgeberinnen dann in der ersten Hälfte von Durchgang Nr. 2. Konzentriert, laufstark in der Abwehr und druckvoll wurde der Favorit in Schach gehalten. Über 8:5 und 11:7 erspielte man sich einen Vorsprung bis zum 13:9. Andernachs Trainer Mario Birk musste die erste Auszeit nehmen. Diese zeigte aber Wirkung, denn sein Team führte plötzlich 16:15. Probleme in der Annahme und Abwehr auf Germersheimer Seite brachten den Gästen sogar eine 18:16-Führung. Es war aber zu spüren, dass die Gastgeberinnen heute mehr wollten. Sie kamen heran und glichen zum 20:20 aus. Danach schlug die Stunde von Zuspielerin Michaela Sinn. Sie schlug bärenstark auf und holte den Satzausgleich fast im Alleingang. Nun war es ein Spiel auf Augenhöhe. Kleine Rückstände im 3. Satz konnte die Turnerschaft immer wieder aufholen und hatte nach einem Ass von Luise Beutel zum 20:19 alle Trümpfe in der Hand. Nach zwei relativ unnötigen Eigenfehlern war Andernach dann aber mit 22:20 in Führung und ließ sich diese nicht mehr nehmen. Somit war klar, dass Germersheim im 4. Satz noch mal alles Positive in die Waagschale werfen musste.Und genau das erledigte das Team sehr gut. Druckvoll und motiviert wurde Andernach unter Druck gesetzt und zu Fehlern gezwungen. Lediglich nachdem die Gäste aus einem 11:15-Rückstand den 17:17-Ausgleich herstellen konnten, nahm Germersheims Trainer Hollstein eine Auszeit. Diese nutzten seine Spielerinnen eindrucksvoll, um sich wieder zu konzentrieren. Über 20:18 und 23:19 holte man den 2:2-Satzgleichstand. Die Halle bebte nun und man spürte, dass eine Überraschung möglich war. Der Tie-Break verlief dann leider nicht ganz wie erhofft. Andernach hatte immer wieder 2-3 Punkte Vorsprung und hielt diese auch selbst nach größten Bemühungen der Hausherinnen konstant. Beim 9:10 aus Germersheimer Sicht schien sich das Blatt nochmal zu wenden, aber Andernach spielte sein Können aus und nutzte die unnötigen Germersheimer Eigenfehler konsequent zum Matchgewinn aus. Mit dem einen Punkt und der gezeigten Leistung haben die Germersheimerinnen überzeugt und konnten den Abstand auf die Nichtabstiegsplätze vorläufig verringern. Libera Laura Troubal sah das Spiel mit einem weinenden und einem lachenden Auge. „Wir hatten uns insgeheim schon etwas ausgerechnet. Insofern ist es schade, dass wir heute nicht 2 oder sogar 3 Punkte geholt haben. Aber unsere Leistung war heute recht gut und darauf können wir aufbauen.“ gab sich Troubal kämpferisch für die kommenden Aufgaben.

Punktlos zum Jahresauftakt

Mit zwei 1:3-Niederlagen verlief der Jahresauftakt für das Mixed-Team leider nicht optimal. Vom Verletzungspech gebeutelt musste Trainer Marco Klein nach nur einer Trainingseinheit im neuen Jahr die gewohnte Aufstellung verändern. Er selbst rückte auf die Zuspielposition auch wenn er dadurch den eigenen Angriff schwächte. Im 1. Spiel gegen den Tabellenführer Hinters Netz Landau sorgte die ungewohnte Aufstellung zwar für das ein oder andere Mißverständnis, jedoch konnte man dem Gegner besser Paroli bieten als noch im Hinspiel. Trotzdem war der Gegner alles in allem zu überlegen, um ihn an den Rand einer Niederlage zu bringen.
Gegen Wallabies Speyer ließ Trainer Klein nochmals rotieren um auch den Ersatzspielern Einsatzzeiten zu geben. Auch wenn nicht die stärkste Aufstellung am Start war, so war es eine Entscheidung des Teams, denn man hatte sich vor der Saison schon dafür ausgesprochen, dass der Spaß im Vordergrund stehen soll und jeder zum Einsatz kommen soll. Und genau dies wollte Trainer Klein nun an diesem Tag umsetzen. Speyer nutzte diese Chance gut aus und feierte einen verdienten 3:1-Sieg. Trotz dieser Niederlagen konnte das Mixed-Team Platz 2 aber noch behaupten.

Beste Saisonleistung wird nicht belohnt

Mit einer 0:3-Niederlage kehrten die Herren 3 vom Auswärtsspiel gegen die SG Südpfalz zurück. Trotz einer der besten Saisonspiele konnte sich das Team nicht selbst belohnen. Nach holprigem Start musste man in Satz 1 von Beginn an einem Rückstand hinterherlaufen, den man aber nur zwischenzeitlich wieder aufholen konnte. Auch in den beiden folgenden Durchgängen war es bis Ende des zweiten Satzdrittels immer recht ausgeglichen, jedoch ließ dann die Konzentration nach. So half es auch nicht, dass Maximilian Heinrich auf der für ihn noch ungewohnten Mittelblockposition für einige Blockpunkte sorgen konnte und dass Simon Röhrich im Angriff der dominierende Punktegarant war. Letztendlich waren die individuellen Fehler der ausschlaggebende Faktor für die Niederlage. Trainer Betsch hätte in der Abwehr gerne noch mehr Engagement gesehen, jedoch konnte er seinen hervorragend agierenden Libero Nico Reichenbach nicht klonen. „Technisch gesehen entwickelt sich die Mannschaft echt super. Jetzt müssen wir an den Spieltagen taktische Dinge noch direkter umsetzen. Dann werden wir sicherlich noch besser agieren können als wir es heute schon getan haben.“ gab sich der Trainer optimistisch für die nächsten Spiele.