Ergebnisse vom 13./14.01.2018

Der Stimmungsmotor fehlte

Der Start in die tabellarische Aufholjagd ist für Germersheims Oberliga-Volleyballer missglückt. Beim 1:3 (27:29, 22:25, 25:19, 21:25) gegen den TV Walpershofen wäre durchaus mehr drin gewesen, wenn man mehr Eigeninitiative gezeigt hätte. 

Fast einen Satz lang zeigte das Team von Trainerin Karin Träber, dass es gewillt war, das Spiel für sich zu entscheiden. Dann brach die Annahme um Libero Kevin Peter unerklärlicherweise und grundlos ein. Walpershofen servierte eine Serie zur eigenen 23:22-Führung. Auch wenn der Satz erst in der Satzverlängerung entschieden wurde und auch wenn Germersheim Satzball hatte, waren die Gäste nun in den Köpfen der Gastgeber drin. Und wie hätte es anders sein sollen, auch Satz 2 wäre andersrum möglich gewesen. Nach sehr ausgeglichenem Verlauf bis zum 20:20 brachen die Germersheimer unnötig in der Defensive ein und konnten somit auch in der Offensive nur wenig ausrichten. Mit dem 0:2-Rückstand musste das Team nun alles oder nichts spielen. Auch wenn die Mimik und Gestik es bei weitem nicht vermuten ließ, gab die Mannschaft nochmal Vollgas. Walpershofen ließ in der Defensive leicht nach während Germersheim besser in der Abwehr stand und sich selbst mehr motivieren konnte.  Manch einer in der Halle hoffte nach dem Satzgewinn nun auf den Tie-Break. Den Funken Hoffnung erstickten die Gäste aber direkt zu Beginn des 4. Satzes. Dem Rückstand mussten die Gastgeber den kompletten Satz hinterherlaufen und konnte ihn auf maximal 2 Punkte verkürzen. Insgesamt war die Stimmung im Team – sei es auf dem Feld oder der Ersatzbank – sichtlich zu wenig als das Team sich damit noch in einen Rausch hätte spielen können. Und wenn es bei der Eigenmotivation schon hakt, dann kann man auch keine Spiele drehen geschweige denn gewinnen. Nun muss sich das Team im Training auf den Abstiegskracher nächstes Wochenende beim TV Bliesen vorbereiten und darauf die volle Konzentration ausrichten. 

Fast perfekte Punkteausbeute

Was den Herren nicht gelang, vermochten die Damen 1 zu leisten. Mit zwei Heimsiegen holten sie  5 von 6 möglichen Punkten und drehten dabei im 1. Match ein völlig irres Spiel. 

Gehen den VSC Guldental misslang der Start beim 3:2-Sieg (6:25, 26:24, 20:25, 25:23, 16:14) völlig. Nichts lief zusammen. Einfachste Dinge funktionierten nicht und ermöglichten den Gästen einen viel zu deutlichen Satzgewinn. Trainerin Träber fand in der Satzpause deutliche Worte. Mit mehr Motivation stemmte  sich das Team gegen die starken Aufschläge der Gegnerinnen und zeigte sich in der Block-/Feldabwehr verbessert. Nach dem Satzausgleich entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, das in Satz 3 lange ausgeglichen war. Am Ende gaben Unstimmigkeiten im Defensivverbund den Ausschlag für die gut aufspielenden Gäste. Doch die Damen 1 beweisen in dieser Saison desöfteren eine große Moral und stemmten sich gegen die drohende Niederlage. Mit viel Laufbereitschaft drehten sie Satz 4 und retteten sich in den Tie-Break. Dass eine solche Aufholjagd körperlich und mental Kraft kostet, zeigte sich im 5. Satz. Guldental dominierte den Durchgang über 3:0, 7:2 bis zum 11:8. Es sollte sich aber auch bewahrheiten, dass man gedanklich den Sieg vor Augen nicht abschalten darf und dass das unterlegene Team immer weiter kämpfen muss. Germersheim gab angetrieben von lautstarken Fans nochmal alles und kämpfte sich Punkt um Punkt heran. Guldental hatte dann aber doch beim Stand von 14:12 zwei Matchbälle. Und als ob dieses Spiel nicht schon völlig irre war, brachte es den Puls aller Anwesenden nun in höchste Regionen. Mit einer tollen Moral drehten die Germersheimerinnen dieses Match noch und feierten am Ende einen in dieser Form überraschenden aber umso mehr umjubelten Heimsieg. Ein Erfolg mit einer Ballpunktebilanz von 93:111 zeigt, wie komplett verrückt dieses Spiel war. 

Die Anstrengungen des 1. Matches merkte man dem Team in der Folge gegen den PSV Wengerohr trotz des 3:1-Erfolgs (25:22, 25:18, 21:25, 25:22) an. Die Gäste konnten sich eine 13:10-Führung erspielen ehe Maike Moors und Evelyn Kuhn mit druckvollen Aufschlagserien die Wende in Satz 1 einläuteten. Entsprechend motiviert ging Germersheim im 2. Durchgang zu Werke. Eine gute Defensivleistung ermöglichte viele Schnellangriffe. Laura Troubal machte auf der für sie mittlerweile ungewohnten Zuspielposition einen tollen Job. Im 3. Satz lagen beide Teams bis zum 19:19 gleichauf. Wengerohr hatte in dieser Phase einige wenige Pfeile mehr im Angriffsköcher und holte sich Satz 3. Die Gastgeberinnen rauften sich dann aber toll zusammen und mobilisierten alle Kräfte. Ein 9:1-Raketenstart schmolz zwar im 4. Satz durch Unstimmigkeiten noch zusammen, wurde aber letztendlich verdient u d souverän ins Ziel gebracht. Mit 5 von 6 möglichen Punkten kann das Team sehr zufrieden sein und motiviert an die nächsten Spiele herangehen. 

Schwieriger Start in die Rückrunde

Die Damen 2 hat vergangenen Sonntag im Auswärtsspiel gegen den SG Steinwenden-Weilerbach eine 3:0 Niederlage einstecken müssen und startet somit mit einer eher schwächeren Leistung in das neue Jahr. Durch Erkrankungen und Verletzungen mancher Germersheimer Spielerinnen war man nicht stark genug  besetzt um seine gewohnte Leistung zeigen zu können. Auch durch fehlende Trainingseinheiten konnte man zwar an den Anfängen der drei Sätze gut mithalten, hat jedoch durch anhaltende Eigenfehler die Punkte an den Gegner abgeben müssen. Keiner der Germersheimer Mädels war auf seinem sonstigen, spielerischen Niveau. Im Heimspiel in zwei Wochen wird man versuchen eine bessere Leistung hinzulegen und dieses Mal auch Punkte zu sammeln.

Weitere Ergebnisse:

SG Südpfalz II – Herren 2   2:3

Herren 3 – VC Hainfeld II  1:3

Herren 3 – TuS Heiligenstein II 3:0