Es lief nicht rund

Es war die Chance, sich im Kellerduell vom direkten Konkurrenten TV Bliesen II abzusetzen. Am Ende mussten Germersheims Oberliga-Volleyballer mit 1:3 (10:25, 25:13, 16:25, 19:25) geschlagen geben.

Ob es die weite Anreise über teilweise schneebedeckte Straßen war, die das Team schlecht ins Spiel starten ließ, kann man nur vermuten. Jedenfalls fehlte zu Beginn die Motivation. Nach ausgeglichenem Beginn (6:6) kassierte man 7 Punkte des Gegners in Serie und brach auch weiterhin völlig ein. Der 2. Satz war ein Spiegelbild des 1. Satzes, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Germersheim übernahm früh das Kommando und fand besser ins Spiel. Annahme und Block entschärften Aufschläge und Angriffe der Gastgeber immer wieder und ermöglichten einen deutlichen Satzausgleich. Wer nun vermutete, dass das Team den Schwung mit in Satz 3 nehmen würde, der sollte sich schnell getäuscht sehen. Eine schlechte Annahme und ein nur mittelmäßiges Zuspiel machten es Bliesen zu leicht. Da konnten auch die Angreifer die Kohlen nicht mehr aus dem Feuer holen. Satz 4 lief dann so weiter. Eine katastrophale Annahme erschwerte zunehmend einen geordneten Spielaufbau. Die eigene Motivation und innere Anspannung war an diesem Tag leider auch nicht groß genug um sich selbst aus dem Schlamassel zu ziehen. Einziger Lichtblick war die kleine Punkteserie, als Bliesen schon 23:13 führte und nochmal 6 Punkte abgab. Doch das kam zu spät. „Wir hatten heute von Beginn an nicht die nötige Motivation auf dem Feld. Außerdem hat man deutlich gemerkt dass uns heute mit Nils Weber und Kevin Peter zwei Stammspieler auf den Schlüsselpositionen Zuspiel und Libero gefehlt haben.“ resümierte Mittelblocker Christoph Wanner nach dem Spiel etwas geknickt. Trotzdem zeigte er sich optimistisch, dass die Abstimmung untereinander zum nächsten Spieltag wieder verbessert sein wird.