Großer Kampfeswillen – leider nicht alle Punkte

Viel Kampfeswillen zeigten die Germersheimer Teams am Wochenende. Am Ende gab es zwar ein paar Punkte jedoch nicht das Optimum. Trotzdem kann man auf den Leistungen aufbauen. 
 
 
Kämpferisch überzeugt trotz Niederlage
 
Der Einsatzwillen stimmte bei Germersheims Oberliga-Volleyballern. Zählbares konnten sie bei der 1:3-Niederlage (23:25, 25:22, 22:25, 22:25) beim TuS Gensingen jedoch leider nicht mitnehmen. 
 
Mittelblocker Christoph Wanner sprach im Nachgang von „einem guten Spiel“. Da Yannick Peters verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stand, konnte Trainer Kessing nur auf einen reduzierten Kader zurückgreifen. Trotzdem zeigte Dominik Kuhn beim ersten Ballwechsel mit einem grandiosen Block, dass man sehr motiviert an den Start ging. Allerdings überzeugte auch der Gastgeber mit guten Aufschlägen, die auf Germersheimer Seite immer wieder zu Problemen in der Annahme führten. Ein 6-Punkte-Rückstand im Satzverlauf war trotz Aufholjagd im 1. Satz nicht mehr aufzuholen. Den Schwung nahm man aber in Satz 2 mit und präsentierte sich mit deutlich geringerer Fehlerquote. Man konnte den kleinen Vorsprung im Satzverlauf dank guter Annahme und Abwehr gut halten und den Satzausgleich herstellen. Der 3. Satz verlief ähnlich wie der erste Durchgang. Der Angriffsdruck war ebenfalls nicht hoch genug, um den Gegner in den Griff zu bekommen. Nun wollte man noch mal alles in die Waagschale werfen. Die erste Hälfte des 4. Satzes zeigte aber nicht diesen Vorsatz. Zu schwache und unplatzierte Angriffe machten es dem Gegner zu leicht. Dieser hatte im Block relativ leichtes Spiel. Erst zur Satzmitte konnte man sich wieder fangen. Gute Angriffe von Nicolay Peng und Dominik Kuhn brachten das Team wieder heran. Auch der Angriffsdruck über schnelle Angriffe über die Mitte brachte einige Punkte für die Gäste. Beim Stand von 22:23 brachte dann eine Fehler des 1. Schiedsrichters die Entscheidung. Dieser hatte eine Ballberührung des Germersheimer Blocks gesehen, die es tatsächlich nicht gegeben hatte. Danach machte Gensingen mit einem druckvollen Aufschlag den Sack zu. Möglicherweise hätte man ohne diesen Pfiff noch den Tie-Break erreicht. So musste man am Ende ohne Punkte die Heimreise antreten. Trotzdem ließ man aber die Köpfe nicht hängen, denn der Kampfeswillen war an diesem Tag durchaus vorhanden. So muss man nun am nächsten Wochenende gegen den TV Wiesbach punkten. 
 
 
Die Pflicht erfüllt, die Kür knapp verloren.
 
Ein Sieg gegen die SG Bretzenheim/Marienborn und eine Niederlage gegen den VSC Guldental verbuchten die Germersheimer Landesliga-Damen beim Heimspieltag. Beim 3:1-Erfolg ((25:12, 14:25, 25:19, 25:16) agierte man überwiegend souverän während man bei der 1:3-Niederlage (22:25, 25:23, 15:25; 33:35) auf dramatische Art und Weise den Tie-Break vergab.
 
Wie schon zuletzt legte man gegen Bretzenheim/Marienborn im 1. Satz motiviert und druckvoll los und hatte den Gegner im Griff. Gute Annahmen und druckvolle Angriffe bauten den Vorsprung sukzessive aus. Wie so oft gab man danach aber spürbar nach und überließ dem Gegner das Feld. Zu viele Eigenfehler bei den Aufschlägen und im Spielaufbau machten es den Gästen leicht, den Satzausgleich zu erreichen. Der Stachel saß dann bei den Germersheimerinnen so tief, dass er die gewünschte positive Reaktion brachte. Mit deutlich mehr Konzentration und weniger Eigenfehlern setzte man die SG immer mehr unter Druck und drückte dem Spiel den eigenen Stempel auf. Insgesamt war der Sieg verdient und brachte die im Vorfeld erhofften Punkte. 
 
Gegen den Tabellenzweiten Guldental präsentierte man sich auf Augenhöhe und konnte im 1. Satz lange mithalten. Am Ende waren die Gäste etwas kämpferischer und gingen 1:0 in Führung. Kein Grund für Germersheim, die Flinte ins Korn zu werfen. Vor allem gute und variable Angriffe brachten viele Punkte und ermöglichten den Satzausgleich. Das mentale Tief in diesem Spiel folgte dann leider in Satz 3, in dem nicht viel zusammenlief und man sich zu deutlich geschlagen geben musste. Doch einfach so wollte man die Punkte nicht hergeben. Mit hohem Einsatz in allen Spielelementen war man auf einem guten Weg in den Tie-Break. Bei eigener 24:20-Führung passierte aber genau das, was einem nicht passieren sollte. Man konnte 4 Satzbälle nicht nutzen. In der Satzverlängerung entwickelte sich ein Drama besonderer Güte. Satz- bzw. Matchbälle auf beiden Seiten prägten diese spannende Phase. Am Ende hatte Guldental das nötige Quentchen Glück und feierte einen insgesamt verdienten Sieg. Die Gastgeberinnen können aber trotzdem stolz sein, denn sie haben dem Favoriten lange Paroli geboten. 
 
 
Als Team auswärts überzeugt

Die Damen 2 hat am 23.11.19 auswärts gegen den SG Kaiserslautern/Enkenbach ein aufregendes und spannendes Spiel für sich entscheiden können. In fünf langen und zähen Sätzen hat das Team versucht sich gegen den Gegner durchzusetzen und hat dies schlussendlich trotz des Fehlens von Trainer Patrick Eberwein durch ausreichend Durchsetzungsvermögen und Ausdauer geschafft (25:20; 24:26; 22:25; 25:14; 14:16). Die Mannschaft hat sich vor allem in dem zweiten, dritten und fünften Satz mit klugen Lobaktionen und starker Blockleistung gut präsentiert und geht nun positiv dem nächsten Spieltag entgegen. Die gute Teamarbeit und Mannschaftsleistung will man auch in Zukunft weiterhin zeigen. 
 
 
Weitere Ergebnisse:
 
TuS Schaidt – Herren 2  3:0
TSV Speyer III – Herren 3  3:1
VBC Lingenfeld – Damen 3  3:0