Drama ohne Happy-End für TS Germersheim

Die Konstellation im Kampf um den Klassenerhalt in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saarland ist so spannend und eng wie noch nie. Der Viertplatzierte Gensingen hat 22 Punkte, der Vorletzte Saarlouis hat nach der Niederlage am Samstag gegen den Letzten VC Mainz nun 16 Punkte, Mainz hat 13. Dazwischen – vor dem Sonntagsspiel Limbach – Germersheim mit 18 und 17 Punkten auf Rang 7 und 8, auf Platz 5 und 6 Wiesbach und Bad Salzig mit jeweils 19 Punkten.
 
Das waren die Vorzeichen für Germersheim, mit einem 3:0 oder 3:1 Sieg würde man an Gensingen heranrücken und könnte mit einem Erfolg am nächsten Spieltag zu Hause gegen Gensingen dann den Klassenerhalt sichern.
 
Da Diagonalspieler Tobias Grehl fehlte wurden kurzfristig zwei Jugend-Spieler, die mit Doppelspielrecht ausgestattet sind, aktiviert. Nils Weber und Simon Hoffmann, die noch am Samstag beim TSV Speyer im Einsatz waren, sollten helfen, die wichtigen Punkte einzufahren.
 
Das mit dem 3:0 erledigte sich leider recht schnell im ersten Durchgang, denn auch Limbach hatte für den Abstiegskampf nachgerüstet. Bis zur Mitte des Satz konnte Germersheim sogar einen kleinen Vorsprung verteidigen, doch dann konnten die langen Mittelangreifer des Gegners immer besser eingesetzt werden, auch die Flatteraufschläge Limbachs wurden von der Annahme der TSG kaum unter Kontrolle gebracht. Am Ende ein deutliches 19:25 für die Gastgeber, die diesen Schwung auch in den nächsten Satz mitnehmen konnten.
 
Zur Satzmitte sah es dann so aus, als ob Germersheim ein klare Niederlage quittieren müsste. Der Vorsprung der Gastgeber war auf 5 Punkte angewachsen! Nach einer Auszeit und dem folgenden Punktgewinn sollte Felix Kühner am Aufschlag die Aufholjagd einleiten. Jetzt klappte auch der Block mit Patrick Eberwein und Christoph Wanner auf der Mitte immer besser. Libero Kevin Peter schaufelte einen abgewehrten Ball nach dem anderen nach vorne und die Außenangreifer Nicolay Peng und Dominik Kuhn, zusammen mit Nils Weber auf der Diagonalen konnten viele Bälle im Feld des Gegners versenken. Nach zwei abgewehrten Satzbällen konnte Germersheim schließlich den Satzgewinn mit 27:25 bejubeln.
 
Von diesem Erfolg beflügelt gelang dann im dritten Durchgang sehr viel, mit einem 25:20 hatte Germersheim zumindest einen Tabellenpunkt sicher und damit den alten Abstand auf die Abstiegsplätze wieder hergestellt. Im vierten Satz wollte Germersheim nun die Entscheidung erzwingen. Bei 24:22 hatte die TSG zwei Matchbälle. Doch ein Netzroller beim Aufschlag und eine schwache Annahme anschließend sorgten für den Ausgleich. Der Satz ging in die Verlängerung, beide Teams hatten abwechselnd Satz- bzw. Matchbälle, erst bei 33:31 war Schluss zu Gunsten von Limbach.
 
Wie im Hinspiel muss nun der 5. Satz entscheiden. Germersheim hatte in Rückrunde schon drei mal im sogenannten Tie-Break die Nase vorn und lange sah es auch danach aus, dass die Südpfälzer dies wiederholen können. Mit 8:6 wurden die Seiten gewechselt doch dann erzielt Limbach 3 Punkte in Folge. Ständig wechselt der Aufschlag, erst spät zieht schließlich Germersheim mit 14:16 entäuscht und denkbar knapp den Kürzeren.
 
Limbach ist nun mit 20 Punkten auf den 5. Platz vorgerückt. Germersheim bleibt mit 18 Punkten auf Rang 8 und kann den knappen Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz halten.
 
Aus der Historie der Liga: 2016 und 2017 hat Germersheim mit diesem Ergebnis, 18 Punkten und 6 Gesamtsiegen die Oberliga gehalten, in dieser Saison werden möglicherweise 21 oder 22 Punkte nicht ausreichen.